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REHcycling am Hochablass

Die swa REHcycling-Skulptur

Die swa REHcycling-Skulptur hat eine besondere Botschaft: Nur gemeinsam kann das Müllproblem im Augsburger Stadtwald gelöst werden!

Vorgehen: in wenigen Wochen vom Müllberg zum Kunstwerk

Nachhaltigkeit, Trinkwasserschutz und die Sensibilisierung für das Thema Müll: All diese Botschaften verpackt und transportiert durch eine Müllstatue? Was am Anfang nur eine Idee war, hat mit der swa REHcycling-Skulptur eine einzigartige Gestalt angenommen. Die Stadtwerke Augsburg haben sich mit der Künstlergruppe GiKaMa zusammengetan und eine Müllskulptur entwickelt und gebaut. Im Naturschutzgebiet im und um den Siebentischwald haben viele Helfer Müll gesammelt, es wurde ein Platz für den Bau der Skulptur gefunden und die Stadt hat eine Genehmigung für das Aufstellen der Statue erteilt. Nach mehreren Treffen zur Konzeption und Skizzierung der Statue fingen die Künstler Anfang Juli mit dem Bau an.

Größe und Gewicht

Rund vier Meter hoch und 3,2 Meter lang: die swa REHcycling-Skulptur ist ganz schön imposant. Das Reh wiegt ungefähr 400 Kilo, der Sockel, auf dem es steht, rund drei Tonnen. Für die Skulptur wurden rund 600 Kilo Müll gesammelt, verarbeitet wurden ungefähr 20 Kilo (Verpackungs-)müll. Das entspricht etwa der Menge, die ein Mensch durchschnittlich pro Monat produziert. 

 

Bauzeit

Die Bauzeit für die swa REHcycling-Skulptur umfasste rund drei Wochen. Viele Helferinnen und Helfer der swa sammelten bereits rund einen Monat vor Baubeginn den Müll für die Skulptur, zum Beispiel im Siebentischwald bei der Sportanlage Süd oder auf der Flugplatzheide in Haunstetten. Währenddessen entwarfen die Künstler bereits gemeinsam mit einer Architektin die Skizze für das Reh. Anfang Juli starteten sie dann mit dem Bau. Dafür wurde zunächst Holz für die einzelnen "Puzzlestücke" des Rehs zugesägt. Auf dieses Grundgerüst wurde dann der Verpackungsmüll getackert.

Material

Das Grundgerüst des Rehs besteht aus massiven Holzbalken. Auf diese wurden, ähnlich wie bei einem 3D-Puzzle, Pressholzplatten zusammengesetzt, die dem Korpus der Skulptur ihre Form geben. Umhüllt ist die swa REHcycling-Skulptur mit Plastik- und Verpackungsmüll, der unter anderem im Siebentischwald gesammelt wurde. Übrigens: Die Skulptur wurde so robust und nachhaltig gebaut, dass sie auch nach ihrer zweimonatigen Standzeit am Hochablass an einem neuen Standort in Augsburg "rehcycelt" werden kann: Wo genau? Wird erst zu einem späteren Zeitpunkt verraten.

Beteiligte, Helfer und Partner

Viele Partner und Helfer haben die Entstehung der swa REHcycling-Skulptur überhaupt erst möglich gemacht. Ein großer Dank gilt dem Grünamt und dem Forstamt der Stadt Augsburg und der AWS für die Unterstützung bei der Durchführung der Müllsammelaktionen und die Genehmigung der Aktion. Die Helfer des Landschaftspflegeverbandes, des DAV, des Freiwilligen Zentrum Augsburg sowie die Lehrer, Schülerinnen und Schülern der Schulen St. Ursula, Franz-von-Assisi-Realschule und Rudolf-Diesel-Gymnasium haben Müll für die Skulptur gesammelt und gleichzeitig einen großen Beitrag zum Schutz des swa Trinkwasserschutzgebiets geleistet.

Botschaft

Dass es sich bei der swa REHcycling-Skulptur um ein Reh handelt, hat einen guten Grund: Sie steht stellvertretend für alle Waldbewohner des Siebentischwalds. Nicht nur für die Tiere im Wald ist der dort zurückgelassene Müll ein Problem. Eine weggeworfene Zigarette verunreinigt beispielsweise 40 Liter Grundwasser. Ein großer Teil des Augsburger Grundwassers liegt unter dem Stadtwald verborgen. Umso wichtiger ist es, das darüberliegende Trinkwasserschutzgebiet sauber zu halten. Die Botschaft des Rehs: Nur gemeinsam können wir das Müllproblem im Stadtwald lösen!

Die swa versorgen Augsburg mit reinem Trinkwasser

Das Trinkwasserschutzgebiet im Siebentischwald hüten die swa wie ihren eigenen Augapfel. Klar, denn hier wird das Grundwasser entnommen, um rund 350.000 Haushalte täglich mit frischem, naturbelassenem Trinkwasser zu versorgen. Deshalb ist das Trinkwasserschutzgebiet auch eingezäunt, damit wirklich niemand eindringt und eventuell den Boden verunreinigt oder Müll hinterlässt.

Verpackungsmüll und Trinkwasserschutz

Verpackungsmüll findet sich leider überall im Siebentischwald wieder. Spaziergänger lassen ihre mitgebrachten Essensverpackungen liegen und verunreinigen damit den Wald, gefährden die Waldbewohner und verunreinigen im schlimmsten Fall sogar das Trinkwasser. Eine weggeworfene Zigarette verunreinigt beispielsweise 40 Liter Grundwasser. Und auch in Sachen Verpackungsmüll sieht es in Deutschland nicht gut aus. Jeder Deutsche produziert pro Jahr rund 226 Kilogramm Verpackungsmüll. Müll, der eben auch immer wieder im Siebentischwald liegen bleibt.

Trinkwasserbrunnen: den Schatz heben

Aus rund 60 Brunnen gewinnen die Stadtwerke Augsburg das Trinkwasser für die Stadt. Sie alle befinden sich in den sogenannten Trinkwasserschutzzonen, beispielsweise im Stadtwald, in denen das Grundwasser vor Verunreinigungen geschützt wird. Den Großteil der Wasserversorgung bewerkstelligen die swa mit sogenannten Flachbrunnen. Sie holen das Grundwasser aus einer Tiefe von etwa zehn bis zwölf Metern. Sieben der Brunnen sind sogenannte Horizontalfilterbrunnen. Sie befinden sich alle im Stadtwald. Sie fördern das Trinkwasser aus bis zu 50 Metern Tiefe. Ein Horizontalfilterbrunnen ist etwa vier bis fünf Mal teurer als ein Flachbrunnen – aber er liefert mehr Wasser, garantiert von höchster Güte, und zwar über Generationen hinweg.

Trinkwasserspeicher: hier schlummert Augsburgs Trinkwasser

Nachdem die Brunnen im Trinkwasserschutzgebiet das Wasser an die Oberfläche gefördert haben, wird es in einen der vier Trinkwasserspeicher der swa gepumpt. Sie befinden sich in Leitershofen, Steppach, Bergheim und dem Wasserwerk am Lochbach. Je nach Lage am Hang (Hochbehälter) oder auf der Ebene (Tiefbehälter) erhalten sie ihre Bezeichnungen. Der größte Hochbehälter in Steppach fasst rund 25 Millionen Liter Trinkwasser, der Hochbehälter in Leitershofen fasst 15 Millionen Liter und der in Bergheim 300.000 Liter. Der Tiefbehälter am Wasserwerk am Lochbach speichert rund acht Millionen Liter reines Trinkwasser.

Gelebter Trinkwasserschutz: das Augsburger Modell

Das Augsburger Trinkwasser ist eines der besten in Europa. Um diese Qualität nachhaltig zu gewährleisten, arbeiten die swa seit mehr als 30 Jahren mit Landwirten zusammen. Deshalb hat das im Trinkwasserschutzgebiet in Augsburg geförderte Grundwasser niedrige Nitratwerte, und andere Belastungen aus der Landwirtschaft können ebenso nicht nachgewiesen werden wie etwa auch Medikamentenrückstände oder Hormone. Im Rahmen des „Augsburger Modells“ verpflichten sich Landwirte im Wasserschutzgebiet bestimmte Düngemitteleinschränkungen einzuhalten und nur noch spezielle Pflanzenschutzmittel zu verwenden. Dank des niedrigen Nitratgehalts ist das Augsburger Wasser sogar für die Zubereitung von Babynahrung geeignet.

Blühwiesen und Artenvielfalt

Zur Kooperation mit Landwirten aus der Region gehört auch die Bepflanzung von Blühackern im Trinkwasserschutzgebiet. Dort, wo normalerweise Nutzpflanzen wie etwa Kartoffeln oder Mais angebaut werden, blühen bunte Blumen. Möglich ist das durch den swa Trinkwasser Regenio-Tarif: Der Landwirt, dem das Feld gehört, bekommt für die entgangenen Ernteerträge von den Stadtwerken Augsburg (swa) eine Entschädigung – diese wird unter anderem aus den Beiträgen finanziert, die swa Trinkwasser-Regenio-Kunden leisten. Bei der Umsetzung dieser Projekte steht den swa ein starker und erfahrener Partner zur Seite: der Landschaftspflegeverband Augsburg Stadt e. V.

Die swa REHcycling-Skulptur: eine Erinnerung an den Umweltschutz

Ein Reh aus Müll: Am Hochablass zieht im Sommer 2020 ein ganz besonderes Kunstwerk alle Blicke auf sich. Die swa REHcycling-Skulptur hat eine wichtige Botschaft. Das aus Plastikmüll geformte Reh symbolisiert die Müllbelastung im Augsburger Stadtwald und die damit verbundenen Herausforderungen für den Trinkwasserschutz der swa.

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