Fernwärme: Warm durch den Winter

Die Stadtwerke Augsburg (swa) beliefern weite Teile der Stadt mit umweltschonender Fernwärme. Mehrere Heizkraftwerke in und um Augsburg sorgen dafür, dass auch bei eisigen Temperaturen die Wärme ankommt.

Heizung an, warme Wohnung: In der Augsburger Innenstadt und in einigen Augsburger Firmen wie KUKA und MAN klappt das ganz ohne Heizkessel im Keller oder Gastherme im Badezimmer – dank sogenannter Fernwärme. Denn die Wärme kommt direkt aus den Heizkraftwerken der swa in die Gebäude. In den Kraftwerken wird Strom erzeugt, dabei entsteht Wärme. Sie wird genutzt, um Wasser auf bis zu 130 Grad zu erhitzen. Das erhitzte Wasser gelangt in gut gedämmten Rohren bis zu den Wohnungen oder Büros und kann dort dank sogenannter Wärmetauscher zum Heizen oder Baden verwendet werden. Über 170 Kilometer erstreckt sich das Fernwärmenetz der swa mittlerweile durch Augsburg.

Sechs Kraftwerke als Energielieferanten

Damit auch bei extrem kalten Temperaturen die Wärmeversorgung gesichert ist, sorgen in Augsburg mehrere Heizkraftwerke an unterschiedlichen Standorten für heiße Temperaturen. Den größten Anteil der Fernwärme liefern das Biomasseheizkraftwerk in Lechhausen, das Heizkraftwerk beim Vincentinum und die Wärmeauskopplung aus der Abfallverwertungsanlage (AVA). Im Winter speisen die Gasturbine in Lechhausen und zwei weitere Gasheizkraftwerke in den Stadtteilen Univiertel und Pfersee zusätzliche Energie ein. Sind alle Heizwerke und Heizkraftwerke in Betrieb, könnten sie insgesamt 390 Megawatt Energie erzeugen. Zum Vergleich: Bei der extremen Kältewelle 2012 lag der maximale Verbrauch in Augsburg bei 230 Megawatt.

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swa investieren Millionen in Ausbau der Fernwärme

Mit der Energie, die durch das Fernwärmenetz der swa geliefert wird, können umgerechnet 35.000 Haushalte mit umweltschonender Wärme versorgt werden. Damit künftig noch mehr Menschen die Fernwärme nutzen können, investieren die swa in den kommenden Jahren mehrere Millionen in den Ausbau des Netzes im Augsburger Norden. Hier entstehen neue Wohnungen auf dem ehemaligen Zeuna-Gelände, die an die Fernwärme angeschlossen werden, genauso wie der neue Uni-Campus beim Universitätsklinikum Augsburg.

Umweltschonende Fernwärme

Durch die Kopplung von Strom- und Wärmeerzeugung können große Mengen an CO₂ und an Ressourcen eingespart werden. Bei der Gewinnung von Fernwärme werden beispielsweise zwei Drittel weniger CO₂ ausgestoßen als beim Heizen mit Öl. Zudem stammt ein Teil der Fernwärme aus erneuerbaren Energiequellen. Im Biomasse-Heizkraftwerk in Lechhausen wird durch die Verbrennung von sogenannten Holzhackschnitzeln (Abfallholz aus dem Wald) Strom erzeugt – CO₂ neutral, da nur so viel CO₂ ausgestoßen wird, wie die Bäume über die Jahre aufgenommen haben.

Fotos: swa / Thomas Hosemann, Zehntausendgrad

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