Trinkwasser: Wir schützen, was uns lieb und teuer

Hahn auf, Wasser raus! Eigentlich ganz einfach. Aber wo genau kommt das Trinkwasser in Augsburg her? Teil 3 der Wasserjagd geht auf Spurensuche.

Beim Sonntagsspaziergang durch den Siebentischwald begegnet einem immer wieder ein Schild mit einem großen Wassertropfen darauf. Darunter steht „Augsburger Trinkwasserschutzgebiet“. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Das Augsburger Trinkwasser stammt im Wesentlichen aus dem Grundwasserstrom in den westlichen Lechauen südlich von Augsburg. Dort liegen die Trinkwasserschutzgebiete, die mit den Naturschutzgebieten „Stadtwald Augsburg“ und „Lechauwald bei Unterbergen“ weitgehend deckungsgleich sind. Hier fließt unter der Erde ein wertvolles Gut: das Grundwasser. Um es zu schützen, wurden verschiedene Schutzzonen eingerichtet. Je nachdem, wie weit sie von dem jeweiligen Brunnen entfernt liegen, aus dem das Wasser gewonnen wird, gelten unterschiedlich strenge Regeln für das jeweilige Gebiet.

Fassungsbereich: Betreten verboten
Der Fassungsbereich liegt direkt rund um den Brunnen, der das Grundwasser an die Oberfläche und im Anschluss in die Wasserleitungen pumpt. Hier gilt: Betreten verboten. Deshalb ist dieser Bereich eingezäunt oder beispielsweise durch Bäche natürlich eingegrenzt, damit auch wirklich niemand den Boden dort verunreinigen kann. Denn da ist das Grundwasser bereits sauber gefiltert und könnte sofort getrunken werden.

Die engeren Schutzzonen: der Wasserreiniger
Dann, mit etwas Abstand zum Brunnen, folgen die engeren Schutzzonen. Diese sind so groß, dass das Regenwasser genügend Zeit findet, durch die verschiedenen Erdschichten zu sickern und so auf ganz natürliche Art gereinigt zu werden. Denn das Wasser muss mindestens 50 Tage durch den Untergrund fließen, damit krankheitserregende Keime absterben und keine Chance mehr haben. In diesen Schichten fließt das Grundwasser mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 Metern am Tag. In 50 Tagen also einen Kilometer – genau so weit erstrecken sich auch die Schutzzonen.

Die weiteren Schutzzonen: zusammen mit Partnern bleibt‘s sauber
In den weiteren Schutzzonen gibt es weniger Einschränkungen – allerdings gelten hier besonders für Landwirte strenge Regeln, was das Düngen angeht. Doch hier arbeiten die swa eng mit den Bauern im und um das Wasserschutzgebiet zusammen. Im Rahmen des Augsburger Modells haben sich die Landwirte verpflichtet, bestimmte Düngemitteleinschränkungen einzuhalten und nur noch spezielle Pflanzenschutzmittel zu verwenden.

Viele Flächen im Wasserschutzgebiet haben die Stadtwerke Augsburg im Laufe der Jahrzehnte aufgekauft, damit sie nicht zu intensiv für Landwirtschaft oder gar Industrie genutzt werden. Auf manchen dieser Flächen blühen heute Streuobstbäume. Auf anderen dürfen Schafe weiden, die nicht nur das Rasenmähen überflüssig machen, sondern auch Pflanzensamen auf natürliche Weise verteilen. Bei all diesen Maßnahmen setzen die swa auf die Zusammenarbeit mit einem anderen wichtigen Partner: dem Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg. Ein blühendes Beispiel dafür sind die Lechheiden im Süden der Stadt, ein echter Hot-Spot für die biologische Vielfalt. Hier können sich teils seltene Tier- und Pflanzenarten ungestört entwickeln. Und was an der Oberfläche für blühende Schönheiten sorgt, schützt das Grundwasser unterhalb der Pracht.

60 Brunnen fördern es zutage
Es sind insgesamt 60 Brunnen, die im Trinkwasserschutzgebiet verteilt sind, die das kostbare Grundwasser an die Oberfläche fördern. Der Großteil von ihnen sind sogenannte Flachbrunnen. Sie fördern das Trinkwasser aus etwa zehn bis 12 Metern Tiefe nach oben. Doch der Klimawandel macht es notwendig, das Wasser nun auch aus etwas tieferen Schichten zu holen. Denn durch die zunehmenden Starkregenfälle versickern die Wassermassen teilweise schneller, als sie der Boden reinigen kann. Deswegen setzen die swa für die Zukunft auf sogenannte Horizontalfilterbrunnen. Diese haben einen 15 bis 30 Meter tieferen Schacht. Von dessen Sohle aus ragen sechs je 50 Meter lange Filterstränge horizontal in die dortigen tertiären Sande und sammeln das hier gut gefilterte Trinkwasser ein. So können die swa noch vielen Generationen von Augsburgern Wasser von höchster Güte anbieten.

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