Mission Trinkwasserschutz: die Naturschutzprojekte der swa

Blühwiesen und seltene Insektenarten: Auf den Blühbrachen einiger Augsburger Landwirte im Trinkwasserschutzgebiet der swa ist ein wahres Paradies für die Artenvielfalt entstanden – auch dank der swa Trinkwasser Regenio-Kunden.

Auf den Feldern einiger Augsburger Landwirte im Trinkwasserschutzgebiet summt und brummt es nur so vor Insekten. Möglich ist das dank der jahrzehntelangen Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Augsburg (swa), dem Landschaftspflegeverband und den Augsburger Landwirten im Einsatz für den Trinkwasserschutz. Schließlich gewährleisten Artenvielfalt und Naturschutz die hohe Trinkwasserqualität in Augsburg als eines der besten in Europa.

Blühbrachen: Artenvielfalt und Trinkwasserschutz

Die blühenden Felder der Landwirte werden aktuell nicht bewirtschaftet und stattdessen mit Wildblumen und -kräutern bepflanzt. Die geschaffene Pflanzenvielfalt bietet vielen Lebewesen, insbesondere Bienen, Schmetterlingen und Insekten, Nahrung und Schutz. Durch die Investitionen der swa können diese Blühbrachen für einige Jahre unterhalten und dann an anderer Stelle wieder neu angelegt werden. So konnte zum Beispiel im vergangenen Jahr im Bereich der Schleifenstraße bei Königsbrunn ein großer Acker mit vier Hektar Fläche hinzugewonnen werden und in diesem Jahr ein Acker mit mehr als drei Hektar Fläche an der Waldstraße in Königsbrunn. Dort blühen dieses Jahr erstmalig vielfältige Pflanzen. Die Landwirte, denen die Felder gehören, werden für die entgangenen Ernteerträge von den swa entschädigt. Finanziert wird dieses Projekt durch den swa Regenio-Tarif.

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Das Augsburger Modell: Eines der besten Trinkwasser Europas durch nitratarme Landwirtschaft

Bundesweite Anerkennung hat ein weiteres Projekt der swa für die Trinkwasserqualität in Augsburg: Das „Augsburger Modell“ ist ein Beratungs- und Vereinbarungskonzept zwischen den Stadtwerken Augsburg und den Landwirten im Trinkwasserschutzgebiet. Teil der Vereinbarung ist es, dass die Landwirte gegen eine Ausgleichszahlung auf bestimmte Düngemittel verzichten und nur noch umweltverträgliche Pflanzenschutzmittel verwenden. Diese richten sich auch nach der Wasserschutzzone, in der das jeweilige Feld liegt. Am Ende einer Vegetationsperiode, wenn die Pflanzen nicht mehr aktiv wachsen oder abgeerntet wurden, wird das Ergebnis überprüft. Es werden Bodenproben entnommen und auf ihren Nitratgehalt getestet. Diese Kontrolle entscheidet über die Höhe der Vergütung, die die Landwirte erhalten. Denn zusätzlich zu einem festen Betrag, den die Landwirte für ihre Beteiligung erhalten, gibt es eine sogenannte Nitratprämie. Diese fällt umso höher aus, je niedriger der Nitratgehalt ist.

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Himmelsweiher am Waldboden

Ein weiteres Naturschutzprojekt der swa im Trinkwasserschutzgebiet ist beispielsweise das Anlegen kleiner Himmelsweiher im Siebentischwald – also Tümpel, die nur mit Regenwasser gespeist werden. Diese sind enorm wichtig als Laichgewässer für Kröten und Frösche, die sonst im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen bleiben würden. Um den Waldboden nicht unnötig aufzuwühlen, werden dafür vorrangig keine neuen Gruben ausgehoben, sondern Bombentrichter aus der Bombennacht im Februar 1945 mit Lehm abgedichtet. Danach werden sie einmalig mit Wasser aufgefüllt, bevor die Tümpel ihr restliches Wasser zukünftig nur noch über Niederschläge erhalten. Diese Laichbiotope werden von den Tieren meist sofort angenommen – auch Libellen und andere Wasserinsekten fühlten sich hier gleich wohl.

Fotos: Bernd Jaufmann; Zehntausendgrad

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