#Lieblingsstadt: Der Hochablass

Auf dem Weg zwischen Siebentischwald und Kuhsee erwartet Ausflügler und Spaziergänger ein besonderer Übergang über den Lech: der Augsburger Hochablass. Profisportler Hannes Aigner überquert ihn täglich drei bis viermal auf dem Weg zum Training – und ist jedes Mal aufs Neue von der Kraft des Wassers fasziniert.

Der Blick vom Hochablass über den Lech ist einzigartig. Wenn die Schleusen geöffnet sind, stürzen hier Wassermassen in die Tiefe und lassen leichten Sprühnebel aufsteigen. Auch der Augsburger Kajak-Verein profitiert von der Wasserkraft des Lechs. Der Eiskanal befindet sich direkt am Hochablass und dient als Trainingsstrecke für Profikanuten und Hobbysportler. Die Wildwasserstrecke wurde für die Olympischen Spiele im Jahr 1972 angelegt und war die erste künstliche Kanustrecke weltweit.

Vom Eiskanal zu den Olympischen Spielen

Auch Profi-Kanute Hannes Aigner trainiert hier täglich. „Auf dem Weg ins Training laufe ich mindestens drei bis viermal am Tag über den Hochablass“, berichtet er. „Wasser fasziniert mich. Ein großer Teil des Wassers, das durch Augsburg fließt, fließt von hier in die Kanäle“, sagt Hannes Aigner. Der gebürtige Augsburger begann mit acht Jahren beim Augsburger Kajak-Verein. 2010 holte er zum ersten Mal den Weltmeistertitel im Einer-Kajak, es folgten noch viele weitere Titel. Im Sommer ist Hannes Aigner bei den Olympischen Spielen in Tokio mit dabei. Die Stadtwerke Augsburg (swa) sind als Partner immer an seiner Seite. Die Spaziergänge über den Hochablass lassen Hannes Aigner zwischen den anstrengenden Trainingseinheiten zur Ruhe kommen: „Es ist immer wieder schön, hier am Hochablass die Kraft des Wassers anzusehen“, erzählt er beim Lieblingsstadt-Shooting.

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Reines Trinkwasser dank Hochablass

Doch der Augsburger Hochablass ist nicht nur ein schönes Ausflugsziel auf dem Weg vom Siebentischwald zum Kuhsee. Er ist Teil der historischen Wasserversorgung Augsburgs und ermöglicht heute die Gewinnung von Öko-Strom. Denn von hier fließen mehrere Kanäle ins Stadtgebiet, darunter auch der Neubach. Er trieb einst die Turbinen im historischen Wasserwerk am Hochablass an. Es befindet sich nur wenige Meter vom Eiskanal entfernt. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1879 versorgte es die Augsburger erstmalig mit reinem Trinkwasser direkt aus dem Stadtwald – und das fast 130 Jahre lang. Es war das erste Wasserwerk weltweit, das ohne Wassertürme funktionierte. Angetrieben von der Wasserkraft des Lechs brachten riesige Pumpen das Wasser direkt in die Augsburger Haushalte. Seit 2019 gehört das Wasserwerk sogar zum Welterbe.

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Öko-Strom für rund 1.500 Menschen

Nachdem das Wasserwerk stillgelegt wurde, sollte die Wasserkraft des Lechs nicht ungenutzt bleiben. Im Jahr 2005 wurden sogenannte Kaplan-Turbinen unter dem Wasserwerk eingebaut. Sie sind speziell für die Wassermassen geschaffen, die am Hochablass zur Verfügung stehen. 16.000 Liter pro Sekunde strömen durch die Turbinen und erzeugen pro Jahr Öko-Strom für ungefähr 1.500 Menschen. Am Hochablass wird das Wasser vom Lech zum Wasserwerk abgeleitet. „Der Hochablass ist definitiv eine der Sehenswürdigkeiten in Augsburg, wo es sich lohnt, mal vorbeizuschauen“, findet auch Hannes Aigner.

Haben Sie auch einen Lieblingsort in Augsburg? Dann werden Sie Teil unserer #Lieblingsstadt-Serie! Verraten Sie uns Ihren Geheimtipp und mit etwas Glück laden wir Sie zu einem professionellen Shooting an Ihrem Lieblingsort ein und stellen Sie auf unseren Kanälen vor. Als kleines Dankeschön stellen wir Ihnen die Bilder anschließend zur Verfügung.

Schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Lieblingsstadt“ an magazin(at)sw-augsburg.de.

Fotos: swa /Thomas Hosemann

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