Lebensadern der Stadt

Die Lechkanäle waren nicht nur für die Webereien wichtig und damit der Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg der Fuggerstadt. Auch Trinkwasser erreichte einst die Augsburger auf diesem Weg. Heute sind sie Teil der Bewerbung Augsburgs um das UNESCO Welterbe.

Wo auch immer man durch Augsburgs Altstadt spaziert, sind es meist nur wenige Schritte, bis man an einen der zahlreichen Kanäle gelangt. Sie durchziehen vor allem die Jakobervorstadt und das Lechviertel, dem sie den Namen gegeben haben: Bringen diese kleinen „Leche“, wie sie früher genannt wurden, doch tagein, tagaus Flusswasser in die Stadt.

Energie aus dem Lechkanal
Was heute ein Genuss fürs Auge ist, war bis vor wenigen Generationen noch eine wichtige Lebensader des Augsburger Stadtlebens. Für Handwerker und Firmen lieferten die Kanäle das benötigte Brauchwasser und trieben Wasserräder zur Energieerzeugung an. Nur noch an wenigen Stellen ist diese Funktion erhalten geblieben, zum Beispiel bei der Papierfabrik UPM. Dort sind am Schäfflerbach und am Stadtbach zwei moderne Turbinen in Betrieb, um regenerative Energie für die Firma zu erzeugen.

Damals schon modern
Das Augsburger Kanalnetz wurde bereits so früh angelegt, dass es sogar getrennte Zubringer für das Trinkwasser gab. Sie wurden nicht vom Lech abgelassen (daher der „Hochablass“), sondern aus den Quellen im Stadtwald gespeist. Davon zeugt bis heute die „Kanalkreuzung“ bei den Sieben Kindlein, wo der Trinkwasser führende Brunnenbach in der Brücke mit der Zirbelnuss den Stadtbach überquert. Heute kommt das Trinkwasser aber nicht mehr über die Kanäle, sondern über ein weitverzweigtes Leitungsnetz zu den Verbrauchern. Mehr Informationen zu diesem gibt es von Horst Rzeppa, der im Wasserwerk am Lochbach arbeitet.

Europaweit einmalig
Ein System wie das Augsburger Kanalnetz gibt es nirgendwo sonst in Europa. In der Bewerbung um das UNESCO Welterbe spielen die 155 Kilometer von Menschenhand geschaffenen Wasserläufe daher eine Schlüsselrolle.

Foto: Maren Krapp

Mehr zum Thema :
Kontakt
swa_Bildmarke.jpg.jpg
Kundencenter
Beratung
Telefon: 0821 6500-6500
Fax: 0821 6500-14415
Störung melden

Sie möchten uns eine Störung melden? Hier erreichen Sie unseren Entstördienst.
Wir sind 24 Stunden für Sie erreichbar!

Bitte beachten Sie, dass die Telefonate zu Protokollzwecken aufgezeichnet werden.

Erdgas0821 6500-5500
Strom0821 6500-6600
Fernwärme0821 6500-5555
Trinkwasser0821 6500-6655