Woher die Haltestelle ihren Namen hat: Fischertor

Hinter uns der Dom, vor uns eine dicht bebaute Straße. Weit und breit kein Wasser.  Weit und breit kein Fisch. Aber die Haltestelle heißt „Fischertor“. Wie das?

Zeitreise, rund 800 Jahre zurück: Immer mehr Menschen suchten den Schutz der mächtigen Reichsstadt Augsburg, fanden aber keinen Platz mehr. So auch die Fischer von Lech und Wertach, ein wenig geachteter Berufsstand – das kennen wir aus dem gallischen Dorf von Asterix. Als Siedlungsplatz wurde ihnen das Gebiet um den Senkelbach zugewiesen, der am Fuß der Augsburger Anhöhe vorbeifließt.

Das Stadttor, durch das der Weg in dieses Fischerviertel führte und durch das dessen Bewohner meist in die Stadt ­kamen, erhielt im Volksmund bald den Namen „Fischertor“, den es in aller Bescheidenheit seit 1437 trägt.

Der Bau selbst stammt aus den 1920er-Jahren. Er trägt eine von Fischen umrahmte Steintafel, die die Herkunft des Namens erklärt.

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