Was ist eigentlich ein ... Passivhaus?

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Passivhäuser sind Gebäude, die meist nur noch über die Lüftungsanlage beheizt werden und über kein konventionelles Heizsystem mehr verfügen. Der Energieverbrauch wird durch Wärmedämmung, kompakte Bauweise, passive und aktive Nutzung der Solarenergie sowie ein Lüftungssystem stark reduziert. Im Lüftungssystem wird der Abluft durch Wärmetauscher Restwärme entzogen und der Frischluft zugeführt, so dass kaum Wärme aus dem Haus entweichen kann.


En Passivhaus benötigt 20 Mal weniger Heizwärme


Eine amtliche Definition gibt es nicht, da ein Passivhaus keine bestimmte Bauform oder Bauweise beschreibt, sondern – ebenso wie das Niedrigenergiehaus – eher einen Verbrauchsstandard. Oft wird die Definition des Passivhaus-Instituts Darmstadt zitiert. Danach liegt der Heizwärmebedarf (Energiekennzahl) bei maximal 15 kWh/qm pro Jahr. Zum Vergleich: ein nicht saniertes Wohnhaus, Baujahr zwischen 1960 und 1980 benötigt etwa 300 kWh/qm und Jahr.


Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses


Das Passivhaus kann als eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses betrachtet werden. Die wichtigsten Merkmale eines Passivhauses sind: ausgezeichneter Wärmeschutz, kein konventionelles Heizsystem, dreifache Wärmeschutzverglasung mit gedämmten Fensterrahmen und Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung. Der Restwärmebedarf kann durch Wärmeabstrahlung von Haushaltsgeräten und Bewohnern gedeckt werden.

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