Von der Blüte in den Honigtopf – Teil 1

Augsburg kann sich in Sachen Naturschutz durchaus stolz präsentieren – und dieser hat viele Facetten. Trinkwasserschutz ist beispielsweise ein wesentlicher Teil. Die Stadtwerke Augsburg (swa), der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e. V. (LPVA), Landwirte, Bewohner Augsburgs und die Kunden der swa engagieren sich alle zusammen für sauberes Trinkwasser und arbeiten zusammen.

Ein Teil des Trinkwasserschutzes ist das Augsburger Modell. Einige Landwirte geben eine Anzahl an Feldern frei und verzichten auf Anbau von Nutzpflanzen. Somit gelangen auch kein Dünger oder Pestizide in das unter den Feldern fließende Trinkwasser. Dieses Engagement macht sich bemerkbar: Das Grundwasser in Augsburg weist besonders niedrige Nitratwerte auf. Es ist so sauber, dass es sogar für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist.  Das Augsburger Modell ist Vorbild für viele Städte. Nicht nur das Trinkwasser bleibt sauber, auch Tiere finden in den Arealen des Trinkwasserschutzgebiets einen Lebensraum – so auch die Bienen von Imker Christian Rutt in Siebenbrunn. Neben Rutt gibt es im Siebentischwald auf den Flächen der swa noch sechs weitere Imker.

Siebentischwald – Heimat der Bienen

Geht man ein Stück weit in das Trinkwasserschutzgebiet in Siebenbrunn hinein, findet man versteckt hinter dem Dickicht und vor der großen Wiese auch schon die Bienenkästen von Christian Rutt. Abstand halten ist ratsam. Lässt man die Kästen und Bienen in Ruhe, kann nichts passieren. Kommt der Imker aber in ihre Nähe, trägt er als Vorsichtsmaßnahme seine Ausrüstung, bestehend aus Anzug und Netzhut. Immerhin schwirren hier rund 40.000 Bienen herum. Bereits seit seiner Kindheit begeistert sich Rutt für das Imkern. Angefangen hat er mit vier Bienenvölkern. Heute zählt er mehr als 20 und ist bekannt für seinen exzellenten Honig.  

Trinkwasserschutzgebiet: idealer Lebensraum für Bienen

Das Trinkwasserschutzgebiet eignet sich hervorragend als Lebensraum für die kleinen Tiere. „Das Wassereinzugsgebiet ist quasi die grüne Lunge Augsburgs. So wie früher: große Wiesen, Grünflächen und unberührte Natur“, erzählt Christian Rutt. So können sie losschwirren und mit Nektar von den Blüten in der Natur wieder zu den Bienenkästen zurückkehren. Der Nektar wird dann im unteren Teil der Wabe gesammelt. Teamwork heißt es dann auch bei den Bienen: Die einen fliegen wieder los und holen neuen Nektar, die anderen bleiben im Bienenstock und verarbeiten ihn.

Die ersten Schritte zum leckeren Gold

Bis aus dem gesammelten Blütennektar Honig wird muss die Biene fleißig arbeiten. Die Biene saugt den Honig mit ihrem Rüssel direkt in ihren Honigmagen auf. Kehrt sie in den Bienenstock zurück gibt sie diesen an die Stockbienen ab. Auch sie geben den Nektar immer weiter – das heißt der Nektar wird immer wieder neu aufgesaugt und wieder abgegeben. Dabei reichert sich der Nektar mit körpereigenen Stoffen der Bienen an. Das macht den Honig besonders gesund.  Durch diesen Prozess wird dem Nektar immer mehr Wasser entzogen und der Nektar verdickt sich. Ist das geschehen kommt er in die Waben. Aus einer Wabe können etwa zwei Kilo Honig gewonnen werden. Christian Rutt zieht ein Exemplar behutsam aus dem Kasten heraus. Die Wabe kann man sich als goldbraune Wachsplatte vorstellen, der goldene, flüssige Honig ist langsam erkennbar und viele Bienen tummeln sich auf den Zellen.

Endstation Stettenhofen

Der Honig aus der Wabe muss jetzt noch geschleudert werden. Das macht Christian Rutt bei sich zuhause in Stettenhofen. Ist der Honig fertig geschleudert wird er in Gläser abgefüllt. Es entstehen die unterschiedlichsten Honige: Waldhonig, der vor allem in den Westlichen Wäldern Augsburgs geerntet wird. Es gibt aber auch den mild-aromatischen Blütenhonig oder den Lindenblütenhonig mit herbem Kräutergeschmack. Kaufen kann man den Qualitätshonig aus dem Siebentischwald im Hofladen in Stettenhofen von Imker Rutt oder im swa Kundencenter am Kö. 

Foto: swa / Thomas Hosemann

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