Pilzesammeln in Augsburg: Tipps vom Experten

Herbstzeit ist Pilzzeit. Wenn die Tage wieder kürzer werden und die Natur sich golden kleidet, zieht es die Sammler in die heimischen Wälder. Doch damit die Pilzpfanne ein Genuss wird und keine Bauchschmerzen verursacht, sollten sich Sammler ein paar Tipps zu Herzen nehmen.

Günther Groß schlendert in der Abenddämmerung durch die Westlichen Wälder. Sein Blick schweift über die Gräser am Wegesrand. Dann bückt er sich. „Ein Parasol, ein großes Exemplar“, wie der Pilzexperte sofort erkennt. „Wichtig ist, immer auch die Stielbasis aus der Erde zu drehen“, erklärt der Vorsitzende des Pilzvereins Augsburg Königsbrunn. „Denn nur, wenn auch die Basis vorhanden ist, lässt sich ein Pilz eindeutig zuordnen.“ Der Giftchampignon lässt sich beispielsweise anhand der Stielbasis identifizieren. Reibt man diese und sie verfärbt sich chromgelb, handelt es sich um das giftige Exemplar.

„Der Großteil der heimischen Pilze gehört zwei Gruppen an“, weiß der Experte. „Röhrenpilze, die meist gute Speisepilze sind und Lamellenpilze, die meist giftig sind.“ Zu den Röhrenpilzen gehören beispielsweise der Rotfußröhrling, Steinpilze und Rotkappen. Sie alle lassen sich bei einem Ausflug in die Westlichen Wälder finden. Insgesamt gibt es etwa 2.000 verschiedene Pilze – dabei die guten von den schlechten zu unterscheiden ist schwierig.

Im Zweifel gilt: Pilze lieber stehen lassen
Daher rät Günther Groß jedem Sammelanfänger, vor dem ersten Gang in den Wald ein Pilzbuch zu studieren und dieses auch immer in den Wald mitzunehmen. Darin sind alle wesentlichen Merkmale beschrieben. „Und wenn sich ein Pilz nicht eindeutig zuordnen lässt, gilt immer: Lieber stehen lassen“, sagt Groß.

Durch den heißen Sommer 2018 verlagerte sich die Pilzsaison, die normalerweise Mitte August startet, zeitlich nach hinten. Es war einfach zu trocken. „Wenn es mal regnet und eine Woche lang feuchtes Wetter herrscht, dann kann man schon losgehen und mit etwas Glück die ersten Pilze finden“, weiß Günther Groß, der schon 1950 mit seinem Großvater auf Pilzsuche gegangen ist. Je nach Wetter kann man teilweise bis Mitte November Pilze finden – in der Regel ist die Saison Mitte Oktober zu Ende.

Mit der Pilzberatung auf Nummer sicher gehen
Wer sich nicht ganz sicher ist, ob alle Pilze, die im Körbchen liegen, auch genießbar sind, kann die Experten des Pilzvereins Augsburg Königsbrunn einmal die Woche um Rat fragen. Immer montags von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr stehen die Vereinsmitglieder in der Viktualienhalle am Stadtmarkt und beraten ehrenamtlich. Günther Groß steht im Hotel Krone in Königsbrunn ebenfalls montags von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr für alle Fragen rund um die Knolle zur Verfügung. „Pilzfreunde sollen nur Verständnis haben, dass wir nicht die Zeit haben, ganz Pilzkörbe zu sortieren. Es geht in erster Linie darum, dass die Menschen die Pilze kennenlernen und wissen, worauf sie achten müssen“, erklärt Groß.

Je giftiger der Pilz, desto später die Symptome
Denn mit giftigen Pilzen ist nicht zu spaßen. Und das Gemeine: Je giftiger der Pilz ist, desto später zeigen sich die Vergiftungssymptome. „ Der Spitzgebuckelte Raukopf beispielsweise ist einer der giftigsten Pilze in Mitteleuropa. Doch die Symptome merkt man erst nach 10 bis 12 Tagen – und dann ist es zu spät“, warnt Experte Groß. „Je schneller sich die Symptome zeigen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit einem blauen Auge davonkommt“, weiß Groß. Im Notfall, so rät er, neben dem Notarzt sofort die toxologische Abteilung der Medizinischen Klinik der TU München unter 089–19 240 anzurufen.

Tipp: Mit swa Carsharing zum Schwammerlsuchen
Mit den swa Carsharing-Fahrzeugen sind die Westlichen Wälder prima zu erreichen. Und wer sich nach der Suche belohnen will, sollte einen Abstecher zur Zisterzienserinnenabtei Oberschönefeld machen. Neben einer Besichtigung des Klostergeländes ist auch der Besuch des Klosterstübles lohnenswert. Hier gibt es leckere regionale Schmankerl.

Bild: vmm wirtschaftsverlag / Bernd Jaufmann

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