Mit Ökostrom und Biogas grün ans Ziel

Neben dem, Ziel alle Fahrgäste sicher und pünktlich von A nach B zu bringen, liegt es den swa am Herzen, das besonders nachhaltig und umweltfreundlich zu tun. Und das gelingt bereits seit vielen Jahren.

Die Stadtwerke Augsburg (swa) haben sich den Klimaschutz auf die Fahne geschrieben und sind bereits seit Jahren bundesweit Vorreiter, wenn es um klimaneutralen Nahverkehr geht. Die 86 Straßenbahnen der swa Flotte sind CO2-frei unterwegs, denn sie werden mit 100 Prozent Ökostrom aus bayerischer Wasserkraft angetrieben. Die Straßenbahnen der swa legen im Jahr ungefähr 4,3 Millionen Kilometer zurück –  sie fahren also umgerechnet fast sechs Mal zum Mond und wieder zurück. Umso wichtiger, dass sie deshalb mit Ökostrom betrieben werden. Mit der Umstellung auf Ökostrom im Straßenbahnbetrieb kamen sich die swa sogar selbst zuvor: Das eigens definierte Klimaschutzziel, das eine Umstellung auf regenerative Energiequellen bis 2020 vorsah, wurde deutlich unterboten.

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Um alle Straßenbahnen und mit ihnen die jährlich 64 Millionen Fahrgäste durch Augsburg zu bewegen, sind pro Jahr mehr als 20 Millionen kWh Strom notwendig – das entspricht dem Jahresverbrauch von fast 10.000 Privathaushalten. Durch den Betrieb der Straßenbahn mit Ökostrom werden jährlich 9.000 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht der Emission von etwa 400 VW Golf mit je 200.000 gefahrenen Kilometern. Zudem können die Straßenbahnen sogar ihren Bremsvorgang nachhaltig nutzen. Beim Bremsen wird Strom zurück ins Netz gespeist, wodurch der Stromverbrauch um 15 Prozent gesenkt werden kann.

Die swa Busflotte: unterwegs mit Biogas aus Agrarabfällen

Neben den Straßenbahnen ist auch die Busflotte der swa grün unterwegs. Die 88 Busse fahren CO2-neutral mit Biogas aus Agrarabfällen. Vereinfacht gesagt wird für den Antrieb vergorenes Stroh verwendet. Dabei wird natürlich nicht ballenweise Stroh in den Tank der Busse gesteckt, sondern der Bus wird mit Biomethan betrieben, das aus diesem Naturmaterial hergestellt wird. Das hat viele Vorteile: Zum einen der Preis, denn mit Biomethan spart man im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen etwa 50 Prozent der Kraftstoffkosten, zum anderen die gute Ökobilanz der Busse, denn sie stoßen kaum Stickoxide aus. Die CO2-Neutralität wird dadurch erreicht, dass während der Fahrt nur so viel CO2 ausgestoßen wird, wie die Halme und Gräser, aus denen das Stroh getrocknet wird, zuvor aus der Atmosphäre gebunden haben.

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Doch wie wird aus dem Stroh vom Feld der Treibstoff für die swa Busse? Das passiert in zwei Bioraffinerie-Anlagen der Firma Verbio in Brandenburg. Pro Jahr werden mehr als 40.000 Tonnen Stroh von Bauern aus der Region in großen Gärbehältern durch Bakterien zersetzt. Daraus entsteht das gewünschte Biogas mit einem geringen Methangehalt. Das Rohbiogas wird gereinigt und zu Biomethan in Erdgasqualität aufbereitet. Anschließend kann es in das Erdgasnetz eingespeist und nach Augsburg transportiert werden – wo dann die Augsburger Busse damit betankt werden. Und noch etwas Nachhaltiges passiert bei diesem Prozess. Die entstandenen Gärreste bekommen die Bauern als Bio-Dünger wieder zurück. So kann altes Stroh dem neuen Stroh beim Wachsen helfen.

Fotos:
swa / Thomas Hosemann
swa / Bernd Jaufmann

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