Barfuß nach Bayern

Den Beinamen „Barfüßer“ erhielten in Augsburg einst einige Flecken – nicht zuletzt eine Haltestelle. Doch warum eigentlich?

Wer mit der Straßenbahnlinie 1 durch Augsburg fährt, kommt nicht umhin, über den Haltestellennamen „Barfüßerbrücke“ zu stolpern. Und tatsächlich begründet sich dieser Name darauf, dass hier einst barfuß gelaufen wurden. Denn wenn von den Barfüßern die Rede ist, meint man die Franziskaner-Mönche. Sie trugen einst diese Beinamen, da deren Orden als arm galt und dessen Angehörige barfuß auf Missions- und Pilgerreisen gingen.

Ein Name für ein ganzes Viertel

So kamen diese barfüßigen Mönche auch vor fast 800 Jahren aus Italien nach Augsburg, um sich hier niederzulassen. Wenige Jahre später gründeten sie ihr erstes Kloster in Deutschland und bauten im Jahr 1256 eine Kirche dazu. Auch wenn diese sich im Zuge der Reformation von einem katholischen in ein evangelisches Gotteshaus wandelte und die Mönche das Kloster aufgaben: Der Name „Barfüßer“ blieb der Kirche und dem umliegenden Viertel erhalten. Einschließlich der nahegelegenen Brücke über den Fischergraben, der „Barfüßerbrücke“. Über sie führte – durch das heute verschwundene „Barfüßertor“ – die wichtigste Straßenverbindung nach Lechhausen.

Unsichtbare Bauwerke?

Moment mal: Brücke? Wo ist denn hier eine Brücke? Es gibt sie, und zwar gut verborgen unter der Straße und hinter den Gebäudezeilen auf beiden Seiten. Unten, vom Barfüßer-Café aus, kann man sie gut erkennen. Aber oben, wo die Straßenbahngleise und die Kopfstein-Straße verlaufen, ist sie tatsächlich unsichtbar.

Bild: vmm wirtschaftsverlag / Nedim Hadzovic

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