Preis des Bezirks Schwaben verliehen: Ofenhaus im Gaswerk - Ein „ausgezeichnetes“ Denkmal

Mit dem Denkmalpreis des Bezirks Schwaben ist das Ofenhaus des Augsburger Gaswerks ausgezeichnet worden. „Nachdem die neue Innengestaltung des historischen Ofenhauses bereits mit dem German Design Award 2020 ausgezeichnet worden ist, ist das ein weiterer bedeutender Preis, der uns mit Stolz erfüllt“, sagt swa Geschäftsführer Alfred Müllner. „Erkennt der Design-Award die moderne Gestaltung der neuen Nutzung an, bescheinigt uns der Denkmalpreis nun auch den sorgsamen Umgang mit der industriellen Geschichte“, so Müllner. „Das Projekt der Stadtwerke Augsburg beeindruckt mich“, bescheinigt Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl. „Es ist schön zu sehen, wie das Miteinander von Alt und Neu umgesetzt wurde, ohne dass der historische Charme verloren geht.“

Mit dem Denkmalpreis prämiert der Bezirk Schwaben Sanierungen, die sich durch fachliche Qualität, finanzielles Engagement, Kreativität sowie die Bedeutung des Denkmals auszeichnen. Das Ofenhaus ist eines von fünf in diesem Jahr ausgezeichneten Denkmalschutz-Projekten.

Wo sich früher in den Hochöfen Steinkohle zu Gas verwandelte, wird heute gespielt und gespeist: Das Ofenhaus des Gaswerks Oberhausen hat sich in ein Theater und Restaurant verwandelt. Dahinter steckt eine umfangreiche und komplizierte Sanierung durch die Stadtwerke Augsburg, die der Bezirk nun mit dem Denkmalpreis würdigt. „Das Ofenhaus befeuert heute die Kulturszene in Augsburg und trägt dazu bei, dass sich ein ganzer Stadtteil weiterentwickelt“, freut sich Bezirkstagspräsident Martin Sailer.

Das Gaswerk in Augsburg-Oberhausen ist ein Industriedenkmal von europäischem Rang. Es ist eines des am besten erhaltenen Gesamtensembles eines Gaswerks. Seit Ende 2015 entwickeln die Eigentümer swa zusammen mit der Stadt Augsburg das etwa 70.000 Quadratmeter große Gelände mit den historischen Industriekathedralen zu einem Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft. Anfang 2019 ist das restaurierte historische Ofenhaus mit einem neuen Anbau vom Staatstheater mit der Brechtbühne, dem Restaurant und zahlreichen Künstlern bezogen worden. Insgesamt sind bereits rund 80 Kulturschaffende auf dem Gaswerksareal sowie eine Reihe von Start-Ups sowie Unternehmen der Kulturwirtschaft.

Die Planungen für das Ofenhaus samt „Brechtbühne“ begannen Ende 2015. Im Zuge der Sanierung legten die swa als Bauherren alle tragenden Bauteile frei und stellten diese anschließend mit neuester Betontechnologie wieder auf. Die Oberflächenstruktur stimmten sie mit der Denkmalpflege ab, um den historischen Charakter zu erhalten. So konnte beispielsweise der westliche Teil in seinem Volumen erhalten bleiben. Die denk-malpflegerische Sanierung des Ofenhauses umfasst neben der Umnutzung auch den Neubau der Theaterwerkstätten, die sich durch einen gläsernen Verbindungsbau an das Haus anschließen sowie parallel zu diesem Gebäudekomplex ein neues Parkhaus.

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