Neue Wasserleitung in Inningen - Bergheimer Straße wird zum Schulbeginn wieder geöffnet

Kreuzungsausbau kommendes Jahr - Warum der Bau einer Trinkwasserleitung manchmal länger dauern kann

Der Abschluss der Arbeiten für eine neue Trinkwasserleitung der Stadtwerke Augsburg (swa) in Inningen dauert an. Eigentlich sollten mit Schulbeginn am Dienstag, 8. September, die Bergheimer- und Bobinger Straße samt neuer Kreuzung vollständig hergestellt sein. Nun wird es einen provisorischen Teerbelag geben, um vor allem die Verbindungsstraße zwischen Bergheim und Inningen zum Schulbeginn wieder zu öffnen. Der von der Stadt Augsburg geplante Ausbau der Kreuzung Bobinger-/Bergheimer Straße muss auf kommendes Jahr verschoben werden. Ursache für die Verzögerung waren noch nicht einwandfreie Wasserproben. Deshalb konnte die neue Leitung bisher nicht an das Trinkwassernetz der swa angeschlossen werden.

„Die Dauer von Arbeiten an Trinkwasserleitungen lässt sich oft schwer vorhersagen“, erläutert swa-Sprecher Jürgen Fergg. Das liege weniger an den tatsächlichen Bauarbeiten, als vielmehr an den notwendigen Proben der Wasserqualität in der Leitung. „Denn bevor eine neue Leitung nicht zu Einhundertprozent unseren hohen Anforderungen entspricht, schließen wir diese nicht an unser Leitungsnetz an.“

„Wenn es um unser Trinkwasser geht, kennen wir keine Kompromisse“, so Fergg. Schließlich habe Augsburg eines der besten Trinkwasser Europas. „Auf unsere Wasserqualität sind wir in Augsburg alle stolz und wir tun auch viel dafür.“

„Da Trinkwasser unser wichtigstes Lebensmittel ist, muss auch die ‚Verpackung‘ unseres Trinkwassers, nämlich die Rohrleitung, von höchster Güte und hygienisch einwandfrei sein.“ Deshalb gelten bei den swa für den Bau und die Inbetriebnahme von Wasserrohrleitungen besonders strenge Regelungen. „So achten wir darauf, nicht nur gesetzliche Grenzwerte zu erfüllen, sondern deutlich zu unterschreiten.“ Es wird so sichergestellt, dass auch nach Bauarbeiten am Rohrnetz keine gefährlichen Keime im Trinkwasser vorhanden sind und kein Chlor zur Trinkwasserdesinfektion eingesetzt werden muss.

Jede neu gebaute Trinkwasserleitung muss vor der Inbetriebnahme eine einwandfreie Hygiene aufweisen. Zur Beurteilung der Hygiene in der neu gebauten Leitung wird diese nach der Spülung und Desinfektion mit frischem Trinkwasser gefüllt. Da das Bakterienwachstum zeitabhängig ist, wird erst nach 24 Stunden, in denen das Wasser in der Leitung gestanden ist, eine Wasserprobe entnommen. Diese Probe wird auf eine Reihe von Bakterien untersucht. Dabei wird der Untersuchungsumfang so groß gewählt, dass eine zusätzliche Sicherheit gewährleistet wird. Nur bei einem einwandfreien Ergebnis, das nach frühestens zwei Tagen vorliegt, darf die Inbetriebnahme erfolgen.

Obwohl im Baustellenbetrieb auf eine möglichst saubere Arbeitsweise geachtet wird, kann ein Eintrag von Sand oder Staub in die neu gebaute Leitung nicht immer ausgeschlossen werden. In diesen Fällen zeigen sich in den Wasserproben Bakterien. Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen und eine erneute Beprobung müssen wiederholt werden. Durch die Einwirkzeit des Desinfektionsmittels und die Standzeit des Wassers vor der Probenentnahme vergehen mehrere Tage, an denen an der Baustelle für den Außenstehenden kein Baufortschritt erkennbar ist. Muss der Vorgang mehrmals wiederholt werden, können hier in seltenen Fällen auch mehrere Wochen vergehen.

In Inningen wurden bisher sechs Wasserproben entnommen, die nach den strengen Kriterien der swa noch nicht einwandfrei waren. Am Samstag, 29. August, wird eine weitere Probe entnommen. Auf jeden Fall wird die Bergheimer Straße am Dienstag, 8. September wieder für den Durchgangsverkehr geöffnet.

Bis dahin kann auch die Buslinie 38 in Inningen nur bis Haltestelle „Inningen Wage“ und nicht weiter Richtung Bergheim fahren. Die Haltestellen „Tiberiusstraße“ und „Kohlstattsiedlung“ entfallen ersatzlos. Die Haltestelle „Inningen“ wird von der Linie 38 über Bergheim angefahren. Die Linie wird ab der Haltestelle „Bergheim“ entsprechend Richtung Inningen verlängert.

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Jürgen Fergg
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