Corona-Lockerungen und Ferienende: Dichter Takt bei Straßenbahnen nach den Pfingstferien

Mit dem dynamischen 7,5-Minuten-Takt können die swa flexibel auf die jeweilige Situation reagieren und mehr Fahrzeuge dort einsetzen, wo sie tatsächlich gebraucht werden. Für Buslinien gilt weiterhin das reguläre Taktangebot.

Mit den Corona-Lockerungen sowie dem Ende der Pfingstferien und Beginn des Präsenzunterrichts an den Schulen fahren die Stadtwerke Augsburg (swa) auch mit den Straßenbahnen wieder einen dichten Takt. Ab Montag, 7. Juni gilt untertags ein „dynamischer 7,5-Minuten-Takt“. An den Wochenenden und Feiertagen gilt weiterhin der normale Fahrplan. Die Buslinien fahren wie seit September 2020 weiterhin im regulären Fahrplan.

Der „dynamische 7,5-Minuten-Takt“ bei Straßenbahnen hat sich nach Angaben der Leiterin des Fahrbetriebs der swa, Steffi Rohde, in der Corona-Zeit sehr bewährt. „Wir haben damit weiterhin einen dichten Takt, können aber die zusätzliche Kapazität dort zur Verfügung stellen, wo sie wegen des Fahrgastaufkommens auch tatsächlich gebraucht wird“, sagt Stefanie Rohde. Vor allem im Schüler- und Berufsverkehr am Morgen und mittags können so zusätzliche Verstärkerfahrzeuge eingesetzt werden. Vor allem auf der Linie 2 in die Frauentorstraße und auf der Linie 3 Richtung Univiertel wird morgens und mittags die Wagenabfolge deutlich verdichtet werden. Ebenfalls werden die Linie 3 mit Straßenbahnen und die Linie 4 mit Bussen verstärkt. Im Vergleich mit anderen Städten sei auch ein 7,5-Minuten-Takt sehr dicht.

„Statt eines starren Fünf-Minuten-Takts können wir mit einem Grundtakt von 7,5-Minuten flexibel reagieren und die freiwerdenden Bahnen gezielt dort einsetzen, wo sie gebraucht werden“, so Rohde. Dazu beobachten die swa die Fahrgastauslastung der Fahrzeuge sehr genau, etwa mit elektronischen Zählsystemen in etlichen Trams und Bussen aber auch mit Personal an Haltestellen.

Trotz des großen Fahrzeug-Angebots ist wegen der Corona-Lockerungen und Öffnungen damit zu rechnen, dass die Busse und Bahnen zum Teil gut besetzt sein werden. Vor allem im Schülerverkehr am Morgen von etwa 7:20 bis 7:50 Uhr sowie mittags ab 13:00 bis etwa 13:30 Uhr müsse mit höherem Fahrgastaufkommen gerechnet werden. „Wer die Möglichkeit hat, sollte ein oder zwei Bahnen und Busse früher oder später fahren, um diese Stoßzeiten zu entzerren“, bittet swa-Sprecher Jürgen Fergg die Fahrgäste.

Weil auch im ÖPNV ein Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, gilt dort ebenfalls weiterhin die Pflicht, eine FFP2-Maske über Mund und Nase zu tragen. „Über 99 Prozent der Fahrgäste hält sich an diese Verpflichtung“, so Fergg. „Unsere permanenten Kontrollen, auch mit Mitarbeitern in Zivil, ergeben seit Beginn der FFP2-Maskenpflicht, dass nur sehr wenige Fahrgäste in Augsburg gegen die Maskenpflicht verstoßen.“

Alle internationalen Untersuchungen sowie die neusten Studien der Technischen Universität Berlin sowie der Berliner Charité ergeben unisono, dass es in Bussen und Straßenbahnen im ÖPNV wegen der guten Durchlüftung mit Lüftungsanlagen und Türöffnung an den Haltestellen, der Maskenpflicht und wegen der kurzen Fahrdauer kein erhöhtes Infektionsrisiko im ÖPNV gibt.

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Jürgen Fergg
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