Fernwärme auf dem Weg zu mehr erneuerbarer Wärme und Abwärme
In Augsburg hat die Fernwärme bereits heute einen erneuerbaren Wärmeanteil1 und Abwärme in ihrem Energiemix. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme kontinuierlich zu erhöhen und den Einsatz fossiler Energieträger entsprechend zurückzuführen.
Diesen Weg gibt auch das Wärmeplanungsgesetz vor: Bestehende Wärmenetze müssen ab 2030 mindestens 30 % ihrer jährlichen Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien, unvermeidbarer Abwärme oder einer Kombination hieraus speisen. Dieses Zwischenziel haben wir in Augsburg bereits erreicht1 und arbeiten daher auf das nächste Ziel des Wärmeplanungsgesetzes hin, wofür wir aktuell einen Transformationsplan nach der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) erstellen.
Hier erfahren Sie mehr zur Funktionsweise von Fernwärme
Durch den Umstieg Primärenergie effizient nutzen
Die Augsburger Fernwärme weist einen Primärenergiefaktor von fp = 0,24 auf. Dieser Faktor beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzter Primärenergie und bereitgestellter Nutzenergie in Form von Wärme. Zum Vergleich liegt der Primärenergiefaktor von Gas und Heizöl bei 1,1.
Vergleich verschiedener Heizsysteme (2025)2
Jährliche Treibhausgasemissionen eines Einfamilienhauses
23.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr

Ölheizung: 7,2 t CO₂eGasheizung: 5,6 t CO₂eFernwärme: 2,0 t CO₂e
Jährliche Treibhausgasemissionen einer 80-m²-Wohnung
11.200 kWh Wärmebedarf pro Jahr

Ölheizung: 3,5 t CO₂eGasheizung: 2,7 t CO₂eFernwärme: 1,0 t CO₂e
1 TÜV Bescheinigung vom 30.04.2026
2 Für die Berechnung wurden folgende Wirkungsgrade unterstellt: Öl 85 %, Gas 85 %, Fernwärme 99 % und folgende Emissionsfaktoren: Öl 266 g CO2e/kWh, Gas 201 g CO2e/kWh, Fernwärme 101 g CO2e/kWh (Quellen der Emissionsfaktoren inkl. Vorkette: UBA, 2025 und TÜV Bescheinigung, 30.04.2026)
