Erklärung zur Barrierefreiheit
Einleitung
Die Stadtwerke Augsburg Holding GmbH unterliegt grundsätzlich den Vorgaben des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) zur barrierefreien Gestaltung ihrer digitalen Angebote. Diese Erklärung ist gesetzlich vorgeschrieben. Diese Barrierefreiheitserklärung gilt nicht nur für die Website der Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, sondern auch für die Website der Tochterunternehmen Stadtwerke Augsburg Energie GmbH, Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH, Stadtwerke Augsburg Carsharing GmbH und die avg Augsburger Verkehrsgesellschaft mbH.
Erstellung dieser Erklärung zur Barrierefreiheit
Diese Erklärung wurde am 15.07.2025 erstellt bzw. überarbeitet.
Die Prüfung der Einhaltung der Barrierefreiheit erfolgt laufend mittels automatisierter Tools und durch manuelle Prüfung, insbesondere bei älteren Inhalten oder bei strukturell komplexen Elementen.
Wir orientieren uns an den Standards der EN 301 549 V3.2.1. Die letzte Prüfung erfolgte am 27.06.2025.
Information zur Barrierefreiheit unserer digitalen Dienstleistungen
Über unsere Website können Verbraucherinnen und Verbraucher verschiedene digitale Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dazu gehört insbesondere die Möglichkeit, Strom-, Wärme und Gaslieferverträge abzuschließen, aber auch Angebote für Netz- und Anlagenservices oder Mobilität sowie bestehende Verträge zu verwalten, Zählerstände zu übermitteln oder Rechnungen einzusehen. Weitere digitale Funktionen werden fortlaufend integriert.
Diese Dienstleistungen werden über Online-Formulare, Tarifrechner und ein geschütztes Kundenportal bereitgestellt. Die Nutzung dieser Funktionen ist grundsätzlich auch ohne Maus möglich; Texteingabefelder und Navigationselemente sind weitgehend mit gängigen Screenreadern kompatibel. Wesentliche Inhalte wurden auf ausreichenden Farbkontrast geprüft. In Bereichen mit bekannten Einschränkungen (siehe Abschnitt „Welche Bereiche sind nicht barrierefrei?“) arbeiten wir an Lösungen.
Die Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen richtet sich nach der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik in Verbindung mit der Norm EN 301 549 Version 3.2.1. Diese Anforderungen betreffen insbesondere die Tastaturbedienbarkeit, Strukturierung von Inhalten, Textalternativen sowie die Zugänglichkeit von PDF-Dokumenten.
Wie barrierefrei ist das Angebot?
Dieser Webauftritt ist derzeit teilweise mit den Anforderungen der EN 301 549 Version 3.2.1 vereinbar und daher teilweise barrierefrei. Die Konformität wurde im Rahmen interner Prüfungen überprüft. Dabei wurden sowohl barrierefreie als auch noch zu verbessernde Bereiche identifiziert. Wir arbeiten weiterhin kontinuierlich an der Umsetzung und insbesondere Verbesserung der Barrierefreiheit. Insbesondere bei Erweiterungen und Überarbeitungen wird die barrierefreie Gestaltung bei der Planung, Entwicklung, Ausschreibung und Beschaffung stets berücksichtigt.
Welche Bereiche sind nicht barrierefrei?
Unvereinbarkeit mit EN 301 549 V3.2.1
Die nachstehend aufgeführten Bereiche sind aus folgenden Gründen nicht barrierefrei:
Barriere Alternativtexte für Bilder, Piktogramme, Bedienelemente, Objekte
Beschreibung: Sind in älteren Magazinartikeln und auf vereinzelten Seiten nicht vorhanden. Maßnahmen: Prüfung und Ergänzung der Alternativtexte durch Marketing und ausführende Agentur
Zeitplan: vollständige Beheben bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere HTML-Strukturelemente (Listen, Tabellen)
Beschreibung: Teilweise semantisch nicht korrekt formatierte Listen und Tabellen.
Maßnahmen: Optimierung/ Überarbeitung von Listen und Tabellen durch Marketing und ausführende Agentur
Zeitplanung Behebung bis Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere Farbe und Kontraste
Beschreibung: Auf einigen Seiten erfüllen einige Elemente wie Buttons oder Icons noch nicht den Kontrastanforderungen für die jeweiligen Elemente und ist in diesen Fällen zu niedrig
Maßnahmen: Berücksichtigung beim nächsten Seiten und CD-Upgrade
Zeitplan: Offen/ Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Linktexte sind nicht aussagekräftig
Beschreibung: Einige Links haben keine aussagekräftigen Texte. Entsprechend geben diese Usern von Screenreadern nicht genügend Kontext, besonders wenn sie mithilfe des Rotors navigieren
Maßnahmen: Prüfung und Überarbeitung der Linktexte durch Marketing
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Seitentitel sind nicht aussagekräftig genug
Beschreibung: Einige Titel sind zu allgemein und geben keine spezifischen Informationen über den Inhalt der Seite. Der Titel sollte den Inhalt der Seite widerspiegeln und den Nutzern helfen, die Seite zu identifizieren, insbesondere, wenn sie zwischen offenen Tabs oder Fenstern wechseln.
Maßnahmen: Prüfung und Überarbeitung der Seitentitel durch Marketing
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Linkabstände sind zu klein
Beschreibung: Auf einigen Seiten haben übereinanderstehende Links eine Höhe von jeweils 19,5px allerdings braucht man in dieser Konstellation eine Höhe von mindestens 24px
Maßnahme: Anpassung der Linkabstände
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Input-Felder erfüllen nicht die Kontrastanforderungen
Beschreibung: Die Ränder (Border) der Input-Felder weisen einen zu geringen Kontrast auf. Aktuell beträgt der Kontrastwert lediglich 1,3:1 und entspricht damit nicht den Mindestanforderungen von 3:1 für visuelle Komponenten. Dies kann insbesondere für Nutzer mit Sehbeeinträchtigung die Wahrnehmbarkeit und Bedienbarkeit beeinträchtigen.
Maßnahmen: Die Farbe der Rahmen wird angepasst, sodass der Kontrastwert mindestens 3:1 beträgt und damit den Anforderungen der Barrierefreiheit entspricht. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Fokus bricht Slider-Verhalten
Beschreibung: Wenn der Fokus auf einen Button innerhalb eines Sliders gesetzt wird, führt dies zu einem verschobenen Layout. Das beeinträchtigt die Bedienbarkeit und kann die Orientierung für Tastaturnutzer oder Nutzer von Screenreadern erheblich erschweren.
Maßnahmen: Es wird sichergestellt, dass fokussierbare Elemente innerhalb von Slidern ihr vorgesehenes Verhalten und Layout beibehalten, ohne visuelle oder funktionale Verschiebungen. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Suchergebnisse sind redundant
Beschreibung: Bei der Suche nach Inhalten werden die Titel der Suchergebnisse dreimal wiederholt. Diese Redundanz kann für Nutzer verwirrend sein und die Übersichtlichkeit der Suchergebnisse beeinträchtigen.
Maßnahmen: Jeder Titel wird nur einmal angezeigt. Zusätzliche Informationen, wie eine kurze Beschreibung oder ein Auszug aus dem Inhalt, werden sinnvoll und nur einmal bereitgestellt. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Error-Zusammenfassung ist kaum lesbar
Beschreibung: Am Anfang des Formulars wird eine Zusammenfassung der Fehler angezeigt, nachdem Nutzer auf „Absenden“ geklickt haben und fehlerhafte Eingaben gemacht wurden. Der Text und das Icon der Fehlermeldung erfüllen derzeit nicht die erforderlichen Kontrastwerte, was die Lesbarkeit erschwert.
Maßnahmen: Textfarbe und Icon werden so angepasst, dass sie die Kontrastanforderungen von mindestens 4,5:1 für den Text und 3:1 für das Icon erfüllen. Dies kann durch Anpassung der Textfarbe oder des Hintergrunds realisiert werden. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Fehlerhafte Inputs werden nur durch Farbe gekennzeichnet
Beschreibung: Inputfelder mit fehlendem oder fehlerhaftem Input sind derzeit ausschließlich durch Farbänderungen (rote Umrandung und rote Labels) gekennzeichnet. Die verwendeten Farben erfüllen dabei nicht die erforderlichen Kontrastwerte (3:1 für Flächen, 4,5:1 für Labels), was besonders für Nutzer mit eingeschränktem Sehvermögen oder Farbsehschwächen problematisch ist. Zudem werden die Fehlerhinweise zusammengefasst über dem Formular angezeigt, was die Orientierung erschwert, vor allem für Tastatur- und Screenreader-Nutzer.
Maßnahmen: Fehlerhinweise werden direkt unter den betroffenen Eingabefeldern platziert, sodass Nutzer die Fehlermeldung sofort im Zusammenhang mit dem jeweiligen Feld erkennen können. Zusätzlich werden dickere Outlines und/oder Icons verwendet, um die Sichtbarkeit der Fehler zu verbessern. Alle farblichen Markierungen und Texte werden so angepasst, dass sie die Kontrastanforderungen erfüllen (mindestens 4,5:1 für Text, 3:1 für grafische Fehleranzeigen). Weiterhin wird das Fehlerfeedback für Screenreader zugänglich gemacht, indem ARIA-Rollen und -Attribute (z. B. aria-live, aria-describedby) implementiert werden, sodass Fehlermeldungen beim Fokussieren der Felder automatisch angesagt werden. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Rechner/Fahrplanauskunft liefert zu wenig Kontext und ist für Screenreader nicht interaktiv
Beschreibung: Die Tab-Navigation wird von Screenreadern lediglich als „Liste, 3 Objekte“ vorgelesen. Zwar sind die Elemente mit der Maus klickbar, für Screenreader-Nutzer sind sie jedoch nicht aktivierbar. Zudem werden Rolle, Status und Position der Elemente nicht mitgeteilt, was die Orientierung und Navigation erschwert.
Maßnahmen: Es wird sichergestellt, dass interaktive Elemente für Screenreader vollständig zugänglich sind. Ihre Rolle, Position und aktueller Status werden korrekt ausgezeichnet, sodass Screenreader-Nutzer die Tabs wie Mausnutzer bedienen können. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Pflichtfelder sind nicht als solche gekennzeichnet
Beschreibung: Einige Pflichtfelder, wie z. B. „Ort“ und „Jahresverbrauch (ca.)“, werden vom Screenreader korrekt als erforderlich (required) angesagt, jedoch gibt es keinen visuellen Hinweis für sehende Nutzer. Dadurch erhalten Nutzer ohne Screenreader nicht die Information, dass diese Felder zwingend ausgefüllt werden müssen, was die visuelle Konsistenz und Nutzerfreundlichkeit beeinträchtigt.
Maßnahmen: Pflichtfelder werden einheitlich und klar durch visuelle Hinweise (z. B. Asterisk) gekennzeichnet, die mit ARIA-Attributen wie aria-required kombiniert werden. Die Gestaltung der visuellen Hinweise erfolgt konsistent über die gesamte Seite. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Input-Ansage ist verwirrend
Beschreibung: Bei der Nutzung von Screenreadern werden für bestimmte Inputfelder mehrere Informationen gleichzeitig angesagt, ohne klare Trennung oder Struktur. Dies führt zu einer überladenen und unverständlichen Beschreibung des Elements. Besonders die Ansage „Ungültige Daten“ ist für Nutzer missverständlich und gibt keinen klaren Hinweis darauf, was konkret falsch ist oder wie der Fehler behoben werden kann.
Maßnahmen: Die Informationen zu automatisch ausgefüllten Feldern und Fehlern werden so aufbereitet, dass sie klar verständlich und getrennt kommuniziert werden – sowohl visuell als auch per Screenreader. Fehlerhinweise werden konkret formuliert und durch geeignete ARIA-Rollen und Attribute strukturiert ausgegeben. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Schieberegler ist nicht barrierefrei
Beschreibung: Der Schieberegler wird vom Screenreader zwar erkannt, jedoch fehlen klare Anweisungen zur Bedienung. Die Schrittweite bei Tastaturbedienung ist fehlerhaft – bei Nutzung der Pfeiltasten springt der Wert beispielsweise von 4 direkt auf 6, was die gezielte Auswahl erschwert. Zusätzlich verschiebt sich der Fokus nach einer Interaktion automatisch auf das nächste Formularfeld, wodurch Screenreader-Nutzer die Kontrolle über das Element verlieren.
Maßnahmen: Die Interaktion mit dem Schieberegler wird durch korrekt gesetzte ARIA-Attribute, eine definierte und einheitliche Schrittweite sowie stabile Fokusführung verbessert. Der Screenreader erhält klare Informationen über die Bedienbarkeit und den aktuellen Wert des Reglers, der bei jeder Änderung korrekt angesagt wird. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Anzeige sieht nach Inputfeld aus, obwohl sie nicht interaktiv ist
Beschreibung: Die Anzeige des aktuell eingestellten Werts des Schiebereglers ist visuell wie ein Inputfeld gestaltet und wird vom Screenreader als klickbar bzw. interaktiv angekündigt. In Wirklichkeit ist das Feld jedoch nicht bedienbar – der Wert kann ausschließlich über den Schieberegler verändert werden. Diese uneindeutige Darstellung führt zu Verwirrung, insbesondere bei Nutzer*innen assistiver Technologien.
Maßnahmen: Es wird sichergestellt, dass nicht-interaktive Elemente nicht fälschlich als interaktiv dargestellt oder angesagt werden. Nicht benötigte ARIA-Rollen oder andere Hinweise, die auf Interaktivität hinweisen, werden entfernt. Stattdessen wird klar kommuniziert, dass es sich um die Anzeige des aktuellen Wertes des Schiebereglers handelt. Der Wert wird nur einmal genannt – entweder als Bezeichnung oder separat –, um Redundanz zu vermeiden. Zudem wird der irreführende Zusatz „Telefonnummer“ entfernt, da dieser nicht zur Funktion des Elements passt. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Elemente ohne Fokus bleiben aktiviert
Beschreibung: Bei der Nutzung von Screenreadern können Elemente wie Date- und Time-Picker aktiviert werden, obwohl sie visuell nicht sichtbar sind. Wird der Fokus anschließend vom Element wegbewegt, bleiben die entsprechenden Overlays geöffnet. Dies führt zu einer verwirrenden Nutzererfahrung und kann die Navigation stark beeinträchtigen – insbesondere für Nutzer*innen, die auf Tastatur- oder Screenreader-Bedienung angewiesen sind.
Maßnahmen: Es wird sichergestellt, dass unsichtbare Elemente nicht fokussierbar sind, solange der zugehörige Reiter nicht aktiv ist. Außerdem müssen geöffnete Overlays automatisch geschlossen werden, wenn der Fokus vom Element entfernt wird. Dies verbessert die Zugänglichkeit und verhindert unerwartetes Verhalten. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Es gibt eine Listenaufzählung, aber keine semantische Liste
Beschreibung: Vier nebeneinanderliegende Kacheln werden vom Screenreader einzeln mit „[Positionsnummer]/4, Gruppe“ angekündigt. Es erfolgt jedoch keine Ansage, dass es sich um eine Liste handelt. Die Nummerierung beginnt unmittelbar mit „1/4“, was für Nutzer*innen keinen Kontext bietet. Zudem wird beim Navigieren jedes Kachel-Element in einem Schritt komplett vorgelesen – inklusive Überschrift, Fließtext und Link –, ohne klare Struktur oder Pausen. Das erschwert die Orientierung und führt zu einer unklaren Navigation.
Maßnahmen: Die Kacheln werden semantisch korrekt als Liste ausgezeichnet, z. B. mit <ul> und <li>, sodass Screenreader den Listencharakter korrekt wiedergeben. Überschriften innerhalb der Kacheln werden sauber strukturiert und mit passenden HTML-Tags versehen. Zusätzlich wird durch geeignete ARIA-Rollen und Attribute der Kontext für assistive Technologien weiter verbessert. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Aufzählung geht nach Ende weiter
Beschreibung: Nach dem letzten sichtbaren Element einer Aufzählung kündigt der Screenreader weitere, nicht sichtbare Elemente an – teilweise bis zu drei zusätzliche „Gruppen“. Der Fokus verschiebt sich dabei nicht nachvollziehbar und bleibt scheinbar hängen. Nutzer*innen haben dadurch den Eindruck, nicht mehr aus dem Bereich heraus navigieren zu können. Die mehrfachen und kontextlosen Ansagen wie „Gruppe“ führen zu Verwirrung, insbesondere bei der Nutzung von Tastatur oder Screenreader.
Maßnahmen: Die Seitenstruktur wird überprüft, insbesondere hinsichtlich der Verwendung von Gruppenelementen. Nicht sichtbare oder deaktivierte Elemente (z. B. <div>-Container ohne Inhalt oder Funktion) werden aus dem Fokusfluss entfernt – z. B. über aria-hidden="true" oder tabindex="-1". Damit wird sichergestellt, dass nur relevante, sichtbare Inhalte vom Screenreader erfasst und vorgelesen werden. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Fehlermeldung wird dem Nutzer nicht klar mitgeteilt
Beschreibung: Bei der Eingabe in Formularfelder erscheinen Fehlermeldungen, die für Screenreader-Nutzer nicht automatisch erkennbar sind. Sie werden nur vorgelesen, wenn das betroffene Feld manuell erneut fokussiert wird. Zudem fehlt eine eindeutige Kennzeichnung als Fehler oder Warnung – stattdessen wird die Meldung lediglich als „Liste mit einem Element“ angekündigt. Dies erschwert das Verständnis erheblich und verhindert eine schnelle Fehlerbehebung. Verwirrung entsteht zusätzlich dadurch, dass Screenreader-User beim Navigieren fälschlicherweise die Informationen aus dem nächsten Eingabefeld zusammen mit der vorherigen Fehlermeldung hören, wodurch die Zuordnung zwischen Fehler und Feld verloren geht.
Maßnahmen: Es werden ARIA-Attribute wie aria-live oder role="alert" verwendet, um Fehlermeldungen sofort und automatisch durch den Screenreader ankündigen zu lassen. Jede Fehlermeldung wird klar als solche ausgezeichnet und eindeutig dem zugehörigen Eingabefeld zugeordnet – z. B. über aria-describedby. Die fehlerhaften Inhalte werden nicht als Liste ausgezeichnet, sofern keine tatsächliche Listenstruktur vorliegt. Ziel ist es, eine verständliche, zugängliche und frustfreie Fehlerkommunikation zu gewährleisten. Die Umsetzung erfolgt durch die ausführende Agentur.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Barriere: Formular mit Confirmation (id=1271)
Beschreibung:
Im Formular treten mehrere Barrieren im Bereich der Zugänglichkeit auf. Beispielsweise wird der Toggle vom Screenreader inkonsistent und verwirrend vorgelesen. Zudem erscheint ein nichtssagender Zusatz „leeres Objekt: Gruppe“. Der Tastaturfokus ist nur teilweise sichtbar, was die Bedienbarkeit einschränkt. Fehlermeldungen sind nicht optimal angebunden und die Anweisungen bieten nicht immer ausreichenden Kontext für Screenreader-Nutzer. Außerdem ist die Lokalisierung des Formulars nicht vollständig. Kontrastwerte und sichtbare Fokusindikatoren entsprechen nicht immer den Anforderungen.
Maßnahmen:
- Verbesserung der semantischen Struktur durch direktes Einbinden der Text-Labels in <label>-Elemente und Vermeidung zusätzlicher, nicht-semantischer Container, die als leere Gruppen erkannt werden.
- Korrekte Anbindung von Fehlermeldungen mittels aria-describedby und Verwendung von role="alert" oder aria-live="assertive" für dynamische Meldungen.
- Sicherstellung, dass Anweisungen verständlich und unabhängig von sensorischen Merkmalen sind, z. B. klare Kontexte für Aktionen wie „Bitte auf das folgende Kopfhörer-Icon klicken“.
- Vollständige Lokalisierung des Formulars in deutscher Sprache.
- Einhaltung der Mindestkontrastwerte von 4,5:1 für Fließtext und 3:1 für Formularelemente.
- Einheitlicher und gut sichtbarer Fokusstil für alle interaktiven Elemente auf der gesamten Website.
- Sicherstellung klarer und verständlicher Überschriften sowie Label auf der Live-Seite.
Zeitplan: Behebung bis Ende Q1 2026
Barrierefreie Alternative: Keine
Unverhältnismäßige Belastung
Teilbereiche unseres Webangebots sind nicht barrierefrei gestaltet, da die derart frühe Umgestaltung eine unverhältnismäßige Belastung wäre (§ 17 Abs. 1 S. 1 BFSG). Einige betroffene Inhalte sind unter „Welche Bereiche sind nicht barrierefrei?“ dargestellt. Die Barrierefreiheit soll jedoch bis Ende Q1 2026 hergestellt werden, in vielen Bereichen auch früher.
Feedbackmechanismus/Barriere melden
Sie möchten Informationen zur Umsetzung der Barrierefreiheit oder bestehende Barrieren melden? Sie können etwas auf unserer Website nicht ausreichend wahrnehmen, bedienen oder verstehen? Sie benötigen Informationen in einer barrierefreien Form? Dann informieren Sie uns bitte.
Kontakt zur Ansprechperson
Für Rückmeldungen oder Anfragen zur Barrierefreiheit erreichen Sie uns unter: kundencenter(at)sw-augsburg.de
Alternativ können Sie auch unser Kontaktformular unter https://www.sw-augsburg.de/service-kontakt/#c3897 nutzen.
Durchsetzungsverfahren nach dem BFSG
Sollten Sie der Ansicht sein, dass unser Angebot nicht den Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes entspricht und Ihre Hinweise nicht ausreichend berücksichtigt werden, können Sie sich auch an die zuständige Marktüberwachungsstelle der Länder für die Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen wenden.
Kontakt:
MLBF (in Errichtung)c/o Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-AnhaltPostfach 39 11 5539135 Magdeburg
Telefon: +49 391 567 6970E-Mail: MLBF(at)ms.sachsen-anhalt.de
Wir bitten Sie, sich zunächst an uns zu wenden, bevor Sie ein Durchsetzungsverfahren einleiten.
Stand: 15.07.2025