Ein parkendes eCarsharing-Auto

eCarsharing leicht gemacht: Praxistest eAuto

Einsteigen, laden, weiterfahren: eCarsharing macht Elektromobilität einfach erlebbar. Unser Praxistest zeigt, wie die Nutzung der eFahrzeuge mit swa Carsharing funktioniert.

App öffnen, einsteigen und losfahren: eCarsharing der Stadtwerke Augsburg (swa) ist längst alltagstauglich. Aber wie genau funktioniert eigentlich ein eAuto? Wo sehe ich den Akkustand? Und was passiert, wenn unterwegs geladen werden muss? Bei unserem eCarsharing-Praxistest beantworten wir diese Fragen und zeigen, wie einfach es geht. Unser Tipp: Noch bis 30. November 2026 erhalten Nutzende 10 % Rabatt auf die Kilometerkosten bei Fahrten mit unseren Elektrofahrzeugen der Fahrzeugklassen Mini und Kleinwagen.

Das passende eCarsharing-Auto finden

Zuerst öffnen Kundinnen und Kunden die swa Carsharing-App. Über die Filterfunktion lassen sich gezielt Elektrofahrzeuge anzeigen. So findet sich schnell ein passendes Fahrzeug in der Nähe. Praktisch: In der App wird auch der aktuelle Batteriestand angezeigt. Das ist besonders bei den Flex-Fahrzeugen hilfreich, die frei im Stadtgebiet unterwegs sind. Wer eine längere Fahrt plant, kann vor der Buchung außerdem noch einmal den Ladezustand prüfen.

swa Carsharing App auf einem Handy-Display geöffnet
Fahrzeug-Anzeige in einem swa Carsharing eAuto

Fahrzeug öffnen und losfahren

Ist das Fahrzeug gebucht, kann es wie gewohnt direkt über die App geöffnet und der Schlüssel im Handschuhfach entnommen werden. Bei Fahrzeugen an festen eCarsharing-Standorten blinkt anschließend die Ladebuchse. Jetzt lässt sich das Ladekabel ganz einfach von der Wallbox trennen. Wichtig: Bei Fahrzeugen an festen eCarsharing-Standorten bleibt das Kabel an der Ladesäule beziehungsweise Wallbox – einfach über die Ladesäule hängen.

Stecker in der Ladebuchse
Fest verbaute Ladesäule an einem swa Carsharing-Standort

Nach dem Einsteigen lohnt sich ein kurzer Blick auf das Display. Dort werden unter anderem der aktuelle Akkustand, die verbleibende Reichweite und der Energieverbrauch angezeigt. Der Verbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen und zeigt, wie effizient das Fahrzeug unterwegs ist.

Unterwegs laden? Kein Problem

Für die meisten Fahrten reicht eine Akkuladung problemlos aus. Falls unterwegs dennoch geladen werden muss, ist auch das schnell erledigt. Dafür befindet sich im Handschuhfach in der Boardmappe die swa eLadekarte. Mit dieser können Nutzende an vielen öffentlichen Ladesäulen den Ladevorgang starten. Die Ladenetz-App oder das Autonavi zeigen Ladesäulen in der Nähe an. Die Ladekosten übernehmen natürlich die swa.

swa eLadekarte in der Boardmappe
swa eLadekarte

Schnellladen oder Normalladen?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von öffentlichen Ladesäulen:

  • AC-Ladesäulen ohne direkt angeschlossenes Ladekabel mit weniger Ladeleistung. Sie eignen sich vor allem für längere Standzeiten. Um diese Säulen zu nutzen, muss das Ladekabel im Kofferraum angeschlossen werden.
  • DC-Schnelllader laden deutlich schneller und sind ideal für unterwegs. Das Kabel ist fest an der Ladesäule verbaut.

Wer nur kurz einen Ladestopp einlegen möchte, fährt mit einem Schnelllader am besten.

An vielen Ladestandorten können sogenannte Blockiergebühren anfallen. Diese werden erhoben, wenn ein Fahrzeug nach Abschluss des Ladevorgangs weiterhin an der Ladesäule steht und werden nicht von den swa übernommen.

Als Faustregel gilt:

  • bei Schnellladern häufig nach etwa zwei Stunden
  • bei AC-Ladesäulen häufig nach etwa drei Stunden

Wer plant, länger zu stehen, sollte die Hinweise am jeweiligen Ladepunkt beachten.

Ladekabel im Kofferraum für AC-Lader
swa eLadekarte an einem Schnelllader

So startet der Ladevorgang

Der eigentliche Ladevorgang ist unkompliziert:

  1. Passende Ladesäule auswählen.
  2. Deckel am Auto öffnen, Abdeckung der Ladebuchse abnehmen.
  3. Ladekabel an der Ladesäule entnehmen (das erfordert manchmal etwas Kraft) bzw. aus Kofferraum holen und in die Ladebuchse am Auto stecken.
  4. Ladevorgang mit der Ladekarte an der Ladesäule freischalten.
  5. Den Ladevorgang in der Regel erneut durch Vorhalten der Ladekarte an der Ladesäule beenden. Wichtig: Lässt sich das Kabel nicht abziehen, muss das Auto zuerst entriegelt werden.

Vorteile beim Parken

Elektrofahrzeuge profitieren vielerorts von ausgewiesenen Lade- und Sonderparkplätzen. Wichtig ist dabei immer ein Blick auf die jeweilige Beschilderung. Dort ist geregelt, wie lange geparkt werden darf und ob das Fahrzeug währenddessen geladen werden muss.

Parkendes eCarsharing-Fahrzeug
Parkschild mit Ladeinfo

Die Ausleihe richtig beenden

Am Ende der Fahrt kommt es auf die Art des Fahrzeugs an:

  • Feste eCarsharing-FahrzeugeDas Fahrzeug wird am vorgesehenen Stellplatz abgestellt und wieder an die Wallbox angeschlossen. Erst danach wird in der App die Ausleihe beendet und das Fahrzeug verschlossen.
  • Flex-FahrzeugeFlex-Fahrzeuge müssen nicht an einer Ladesäule abgestellt werden. Wichtig ist lediglich, dass beim Abstellen noch mindestens 25 Prozent des Akkus vorhanden ist.

eCarsharing wird immer elektrischer

Die Elektromobilität spielt auch beim swa Carsharing eine immer größere Rolle. Aktuell sind bereits 374 Elektrofahrzeuge im festen und flexiblen Carsharing unterwegs. Bis Ende 2026 soll die Zahl auf über 400 eFahrzeuge wachsen. Die festen eCarsharing-Stellplätze sind dabei grundsätzlich mit einer Wallbox ausgestattet.

So wird eCarsharing nicht nur einfacher, sondern auch für immer mehr Menschen zur praktischen Alternative im Alltag. Wer es einmal ausprobiert hat, merkt schnell: Laden gehört dazu, ist aber deutlich unkomplizierter, als viele denken.

Fotos: swa/Thomas Hosemann


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