swa Leiter eMobilität Markus Emmert mit einer eLadekarte der swa

Wenn Laden Alltag wird

Wie sieht eMobilität in Augsburg in einigen Jahren aus? Markus Emmert, Leiter eMobilität bei den swa, schaut in die Zukunft.

2026 ist eMobilität für viele Menschen noch eine bewusste Entscheidung. Man vergleicht Tarife, sucht Ladepunkte in Wohnortnähe und fragt sich, ob das im Alltag wirklich funktioniert. Gleichzeitig verändert sich die Diskussion längst. Denn eMobilität betrifft nicht mehr nur private Autos. Auch Busse, Lkw, Schiffe und Flugzeuge spielen inzwischen eine Rolle. Für Markus Emmert, Leiter eMobilität der Stadtwerke Augsburg (swa), zeigt genau das, wie stark sich Mobilität in den kommenden Jahren verändern wird. Wenn er auf Augsburg in fünf bis zehn Jahren blickt, sieht er eine Stadt, in der Laden selbstverständlich dazugehört. Das Auto beim Arbeitgeber anstecken. Während des Einkaufs Strom nachladen. In Wohnanlagen Ladepunkte nutzen, die schon beim Bau mitgedacht wurden. Genau an diesem „neuen Normal“ arbeiten die swa bereits heute mit. Für Markus Emmert geht es dabei um mehr als zusätzliche Ladesäulen. „Menschen wollen nicht ständig überlegen müssen, wo sie laden können“, sagt er. „Laden muss dort funktionieren, wo Alltag stattfindet.“

200 Ladepunkte für Augsburg

Damit das gelingt, bauen die swa ihre Ladeinfrastruktur in Augsburg und der Region weiter aus. Allein in diesem Jahr sind schon 50 neue Ladepunkte in Betrieb gegangen. Damit sind es rund 200 im Stadtgebiet. Gleichzeitig verändert sich auch die Art der Infrastruktur. Neben klassischen öffentlichen Ladepunkten rücken in Augsburg zunehmend auch größere eLadehubs in den Fokus. Deshalb richtet sich der Blick der swa längst nicht mehr nur auf öffentliche Standorte. Unternehmen, Arbeitgeber und Wohnbaugesellschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung. Viele Menschen sagen aktuell noch: „Ich könnte mir ein eAuto vorstellen, aber nur, wenn ich zuhause laden kann.“ Dieses Argument wird schon bald nicht mehr gelten. Das GebäudeElektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz beispielsweise schreibt bereits heute vor, dass Ladeinfrastruktur bei Neubauten mit mehr als drei Stellplätzen mitgedacht werden muss. Für die swa ist das ein wichtiger Schritt, damit Ladepunkte künftig selbstverständlich zur Planung dazugehören.

 

swa eLadekarte an einer Schnellladesäule
Schnellladesäule der swa in Augsburg Pfersee

swa eLadekarte: Noch günstiger Strom tanken

Parallel dazu haben die swa ihre Ladetarife deutlich günstiger gemacht. So kostet das Normalladen tagsüber inzwischen 37 Cent pro Kilowattstunde statt bisher 55. Auch Schnellladen wurde günstiger. Gleichzeitig sank die monatliche Grundgebühr der swa eLadekarte von 6,90 Euro auf 1,50 Euro. Allein können die swa diesen Wandel jedoch nicht gestalten. Damit eMobilität in Augsburg wächst, braucht es auch Unternehmen, Wohnbaugesellschaften und Eigentümerinnen und Eigentümer, die geeignete Flächen einbringen oder eigene Standorte weiterentwickeln. So entsteht Schritt für Schritt ein Netz, das zur Stadt passt und zu den Menschen, die sich darin bewegen. 

eMobilität wächst nicht allein

Damit Laden im Alltag selbstverständlich wird, braucht es mehr als öffentliche Ladesäulen. Die swa suchen deshalb geeignete Standorte für öffentlich zugängliche Ladepunkte auf privatem Grund. Sie haben Platz auf Ihrem Grundstück? eMobilitaet(at)sw-augsburg.de

eAuto laden: Schritt für Schritt

Ob an der 50-kW- oder an der 200-kW-Schnellladesäule: Laden funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip.Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie einfach es geht: 

  1. Ladeklappe öffnen.
  2. Den Ladestecker aus der Ladesäule entnehmen.
  3. Den Ladestecker bis zum Anschlag in die Ladebuchse stecken. Das Fahrzeug verriegelt den Stecker, damit er während des Ladevorgangs nicht entfernt werden kann.
  4. Den Ladevorgang mit der swa eLadekarte (oder über die App) starten. Dazu die Karte an das Lesefeld der Ladesäule halten. Verfügt die Säule über mehrere Ladepunkte, den passenden Ladepunkt auswählen.
  5. Der Ladevorgang startet automatisch. Auf dem Display der Ladesäule werden Ladedauer, geladene Energiemenge und Ladefortschritt angezeigt.
  6. Die Lade-LED am Fahrzeug zeigt an, dass der Ladevorgang aktiv ist. (Je nach Fahrzeugmodell unterscheiden sich Farbe und Blinkmuster.)
  7. Zum Beenden die swa eLadekarte erneut an das Lesefeld der Ladesäule halten. Anschließend entriegelt das Fahrzeug den Ladestecker. Der Vorgang kann auch über die App beendet werden.
  8. Den Ladestecker aus dem Fahrzeug ziehen und zurück in die Halterung der Ladesäule stecken. Ladeklappe schließen. Gute Fahrt! 

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Fotos: swa/Thomas Hosemann


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