Von der Blüte in den Honigtopf – Teil 2

Warum sind die Bienen so wichtig für das Ökosystem? Und wie genießt ein Imker seinen eigenen Honig eigentlich am liebsten? Teil 2 der Imker-Serie.

Mitten im Grün des Siebentischwalds kann man so richtig durchatmen und abschalten. Sowohl Mensch als auch Tier fühlen sich hier wohl. Hier wohnt auch das Bienenvolk von Imker Christian Rutt. Ohne die fleißigen Insekten wäre ein gesundes und ausgeglichenes Ökosystem nicht möglich. „Die Entwicklung der Natur über Millionen von Jahren wäre ohne die Biene gar nicht möglich gewesen. Die Honigbiene übernimmt 80 Prozent der Bestäubung“, erklärt Christian Rutt. Die Bienen sind sozusagen die Transporteure zwischen Samen, Früchten und Pflanzen. Ohne den Bestäubungsprozess wäre eine Vermehrung der Pflanzen nicht möglich. Sie sind die Basis für die Pracht der Natur, das Leben vieler Tiere und für viele Nahrungsmittel. Und ein besonderes Goodie für den Sonntagstisch kommt oben drauf: Der leckere Honig.

Bewusstsein für Arbeit der Bienen wächst

Trotzdem gibt es einige, die das Zuhause der Bienen absichtlich beschädigen. So ist es auch schon Christian Rutt mit seinen Bienenkästen passiert. „Vor einigen Jahren haben Eindringlinge nachts die Bienen vergiftet“, erinnert sich Christian Rutt. Daraufhin hat er seine Völker umgesiedelt. Er bekam vom damaligen Förster in Absprache mit den swa eine neue Fläche angeboten. Diese befindet sich nun etwas mehr im Dickicht und nicht mehr am Wegrand, an dem jederzeit jemand vorbeiradelt oder läuft. So fühlt sich niemand bedroht – weder der Spaziergänger noch die Bienen. Dass es mittlerweile aber ein größeres Bewusstsein in der Gesellschaft für die wichtige Rolle der Bienen gibt, machte sich jüngst am Volksbegehren zugunsten der Artenvielfalt bemerkbar.

Bester Qualitätshonig aus dem Siebentischwald

Der Bedeutung der Bienen ist sich auch Christian Rutt bewusst. Ihm macht sein Hobby aus Kindheitstagen so viel Spaß, dass er neben der Arbeit als KFZ-Mechatroniker im Betrieb in Teilzeit auch dem Imkern nachgeht. „Von Montag bis Mittwoch im Betrieb, von Donnerstag bis Samstag kümmere ich mich um den Honig und die Bienen. Was gibt es Schöneres?“, schwärmt Christian Rutt. Ob man als Imker selbst gerne Honig isst? „Ja, im Tee, auf der Semmel, überall. Und am liebsten meinen eigenen“, sagt er und lacht. Wenn einem das Profi-Handwerk für das Imkern und Gespür für besten Qualitätshonig in die Wiege gelegt wurde, ist es bei Familiengeburtstagen keine große Überraschung mehr, wenn man ein Glas Honig mitbringt. Gute Qualität erkennen er und seine Familie allemal. „Den Honig im Hotel wollen meine Kinder im Urlaub gar nicht essen, weil er ihnen nicht schmeckt. Da merkt man schon den Unterschied zwischen den massenhaften, kleinen Portionspackungen und handgemachtem Honig“, erzählt der Familienvater.

Foto: swa / Thomas Hosemann

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