#Lieblingsstadt: Monte Schutt

In den 1980er Jahren hätte wohl kein Augsburger gedacht, dass aus der Mülldeponie in der Firnhaberau mal ein Erholungsareal zur Naturbeobachtung und zum Wandern wird. Die Wege des „Monte Schutt“ führen bis 55 Meter in die Höhe.

„Besonders ist für mich der herrliche Rundumblick zu jeder Jahreszeit – manchmal mit und manchmal ohne Alpenpanorama.“ Klaus, Mitarbeiter der Stadtwerke Augsburg (swa) steht auf dem „Monte Schutt“, wie er die ehemalige Augsburger Mülldeponie nennt. Es ist sein Lieblingsort in Augsburg. „Die Ruhe und die Abgeschiedenheit, und das mitten in der Stadt, mag ich einfach. Vor allem wenn ich bei Sonnenuntergang alleine oben auf dem ´Gipfel´ bin, umringt von grasenden Schafen, ist das Meditation pur für mich“, so Klaus weiter.

„Monte Schutt“ – ein Berg aus Müll und Schutt

Im Augsburger Stadtteil Firnhaberau liegt der „Monte Schutt“, der von manchen Einheimischen auch „Monte Scherbelino“ genannt wird. Der rund 55 Meter hohe Berg erhebt sich im Nordosten der erneuerten Autobahnbrücke, die an der A8 den Lech quert. Der Monte Schutt ist nicht, wie man zunächst vielleicht vermutet, aus massivem Gestein. Er ist das Ergebnis von Schutt und Hausmüll der Augsburger, die von 1945 bis ins Jahr 1996 dort aufgeschüttet und an dieser Stelle offiziell entsorgt wurden. Aufgrund der hohen Schadstoffbelastung entstand in den 1980er Jahren eine massive Gefährdung des Grund- und Lechwassers. Somit begannen umfangreiche Sanierungs-, Rekultivierungs- und Renaturierungsmaßnahmen. Zur Verringerung der Auswaschung von Giftstoffen wurde zwischen 1988 und 1996 auf dem gesamten „Berg“ eine mehrlagige Lehmschicht aufgetragen. Obendrauf kam zusätzlich eine zwei Meter dicke Bodenschicht. Für die tierischen Bewohner wurde auch gesorgt. Es wurden Magerwiesen, Biotopstrukturen und Kiesbodenstandorte geschaffen.

Vom Müllberg zum Naherholungsgebiet

Am 20. Dezember 2016 war es dann so weit: Die Stadt Augsburg eröffnete den ehemaligen Müllberg als Aussichtsberg und Naherholungsgebiet. Rund 2.400 Meter angelegte Wege bieten ein kleines Wander-, Spazier- oder Lauferlebnis direkt in Augsburg. Die Wege sind für Kinderwägen gleichermaßen geeignet wie für Rollstühle. Oben angelangt bietet der Monte Schutt einen 360-Grad-Rundumblick über Augsburg, den Augsburger Flughafen, Friedberg und Gersthofen. Mit ein bisschen Glück hat man bei günstiger Wetterlage sogar einen idealen Fernblick auf die Alpen. Die Zugänge befinden sich am Ende des Jagdwegs in der Firnhaberau und in der Nähe des Europaweihers. Geöffnet sind die Drehkreuze am Fuße des Müllbergs von November bis März von 8 Uhr bis 16 Uhr und von April bis Oktober von 8 Uhr bis 20 Uhr.

Haben Sie auch einen Lieblingsort in Augsburg? Dann werden Sie Teil unserer #Lieblingsstadt-Serie! Verraten Sie uns Ihren Geheimtipp und mit etwas Glück laden wir Sie zu einem professionellen Shooting an Ihrem Lieblingsort ein und stellen Sie auf unseren Kanälen vor. Als kleines Dankeschön stellen wir Ihnen die Bilder anschließend zur Verfügung.

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Foto: swa / Thomas Hosemann

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