Linie 3: Lückenschluss zwischen Augsburg und Königsbrunn

Königsbrunn und Augsburg sind jetzt untrennbar miteinander verbunden. Die letzten Gleise der neuen Straßenbahnlinie 3 vom Augsburger Süden bis auf das Königsbrunner Stadtgebiet sind nun zusammen geschweißt.

Der Bau für die Verlängerung der Linie 3 liegt trotz Corona und kalten Temperaturen im Zeitplan. Die noch fehlenden Gleisabschnitte in Königsbrunn sind voraussichtlich bis Ende März fertig. Geplant ist, dass die Strecke im Dezember 2021 in Betrieb genommen und für den Linienverkehr freigegeben wird.

Königsbrunn und Augsburg untrennbar miteinander verbunden

Jetzt ist ein symbolischer Meilenstein geschafft: Alle Gleise von Augsburg bis hin zur Querung der Föllstraße ins Stadtgebiet Königsbrunns sind verlegt und auch verschweißt. Erst gut ein Jahr, seit Oktober 2019, wird an dem 4,6 Kilometer langen neuen Linienabschnitt gearbeitet. Die eigentlichen Arbeiten für die Gleistrasse sind im Juli gestartet. Rund 52 Millionen Euro investieren die Stadtwerke Augsburg (swa) in die Schienenverbindung der beiden Nachbarstädte Königsbrunn und Augsburg. Die Linie, ein gemeinschaftliches Projekt von swa, Stadt Königsbrunn sowie Stadt und Landkreis Augsburg, verläuft von der bisherigen Endhaltestelle „Haunstetten West P&R“ bis zum ZOB im Zentrum Königsbrunns.

Verschweißen: Millimeterarbeit

Das Verschweißen der Gleise ist bei diesen niedrigen Temperaturen eine Herausforderung. Zunächst müssen die Stahlgleise auf die sogenannte „Verspannungstemperatur“ von 23 Grad vorgeheizt werden. Bei dieser Temperatur ist ein Meter Schiene auch tatsächlich einen Meter lang – je kälter oder wärmer es ist, desto mehr zieht sich der Stahl zusammen oder dehnt sich aus und das Schienenstück wird entsprechend kürzer oder länger.

2020_12_10_Baustelle_L3_Schienenschweissen_06_1.jpg
2020_12_10_Baustelle_L3_Schienenschweissen_14.jpg

Bei der Vorbereitung der Schweißarbeiten ist Präzision gefragt. Um die optimale Dicke der Schweißnaht zu erreichen, muss der Spalt zwischen den beiden zu verschweißenden Gleisstücken - bei der „Verspannungstemperatur“ von 23 Grad - exakt 24 bis 26 Millimeter breit sein. Dieser Spalt wird von einer Form aus Schamottsteinen dicht umschlossen und es wird sogenanntes Thermit in den Spalt gefüllt. Dabei entstehen Temperaturen von 2.400 Grad, die die Gleisstücke fest miteinander verschweißen und verbinden. Insgesamt werden mehr als 300 einzelne, jeweils rund 15 Meter lange Gleisstücke verbunden.

In 30 Minuten von Kö zum Kö

Anfang 2021 beginnt der Bau der neuen Haltestellen. Im September 2021 soll die Strecke dann vollständig fertig sein. Nach Probefahrten und technischen Abnahmen werden im Dezember 2021 die ersten Straßenbahnen in 30 Minuten von Kö zum Kö rollen, also von der Mitte Königsbrunns zum Königsplatz in Augsburg. Geplant ist, dass der Streckenabschnitt nach Königsbrunn von der Tram in der Regel im 15-Minuten-Takt befahren wird, am Wochenende in der Nebenverkehrszeit alle 20 bzw. 30 Minuten. Rund eine halbe Milliarde Euro investieren die swa mit Hilfe der Zuschussgeber Bund und Land in das Projekt Mobilitätsdrehscheibe und damit in den zukunftsfähigen Ausbau des Nahverkehrs. Das Gesamtprojekt besteht aus fünf einzelnen Teilprojekten: die 2010 fertiggestellte Linie 6, der neue Königsplatz, der seit 2013 in Betrieb ist, die Linie 3, die ab Ende 2021 fahren soll, das Herzstück, der Hauptbahnhof, mit der geplanten Eröffnung 2023 und die Straßenbahnlinie 5 für die das Genehmigungsverfahren demnächst beginnen soll.

Fotos: swa / Thomas Hosemann

Kontakt
swa_Bildmarke.jpg.jpg
Kundencenter
Beratung
Telefon: 0821 6500-6500
Fax: 0821 6500-14415
Störung melden

Sie möchten uns eine Störung melden? Hier erreichen Sie unseren Entstördienst.
Wir sind 24 Stunden für Sie erreichbar!

Bitte beachten Sie, dass die Telefonate zu Protokollzwecken aufgezeichnet werden.

Erdgas0821 6500-5500
Strom0821 6500-6600
Fernwärme0821 6500-5555
Trinkwasser0821 6500-6655