Seit Kurzem setzen die Diakonie HandwerksBetriebe einen speziellen Fahrradanhänger ein, um die Akkus der e-swabis auszutauschen

Vom Platten zurück auf die Straße

Die Leihräder der swa, kurz „swabis“, stehen in ganz Augsburg bereit und sind vor allem für spontane Fahrten beliebt. Doch was passiert eigentlich, wenn ein Fahrrad einen Platten hat oder die Mechanik streikt? 

Platter Reifen bei swabi 251, kaputte Fahrradkette bei swabi 27: Solche Meldungen landen regelmäßig bei Alexander Hoffmann, Leiter Transporte, Hausmeister- und Mobilitätsservice der Diakonie HandwerksBetriebe, einem gemeinnützigen Inklusionsbetrieb. Über eine App erfährt er direkt, wenn Kundinnen und Kunden der swa an einem Leihrad einen Defekt entdecken. „Dreimal täglich schicken wir einen unserer Mitarbeitenden los, um die nicht mehr funktionstüchtigen Räder einzusammeln“, sagt Hoffmann. Seit 15 Jahren sorgen die  Diakonie HandwerksBetriebe im Auftrag der Stadtwerke Augsburg (swa) dafür, dass die Leihräder gewartet und repariert werden und schnell wieder einsatzbereit sind. In der Werkstatt der Diakonie HandwerksBetriebe kümmern sich zwei Mitarbeitende um die kaputten swabis. Pro Tag werden so, neben den vor Ort durchgeführten Reparaturen, acht bis 15 Leihräder wieder funktionstüchtig gemacht. Vom Plattfuß über Vandalismus bis zu einer lockeren Fahrradkette ist alles dabei. 

swabis beim Rad-Check

Wenn die Reparatur abgeschlossen ist, geht es für jedes Rad noch durch den Rad-Check. Hier überprüfen die Mitarbeitenden die Standards: Luft im Reifen? Sattel fest? Gangschaltung richtig eingestellt? Bremsen intakt? Nach der Reparatur geht es für die swabis zurück auf die Straße. „Sobald die Fahrräder wieder einsatzbereit sind, verteilen wir sie im Stadtgebiet“, erklärt Hoffmann. Doch wo werden die Räder wieder abgestellt? Die Antwort liefert ein Blick auf die Nutzungszahlen: „Es gibt besonders stark frequentierte Ausleihstationen. Die Top-Standorte sind natürlich der Hauptbahnhof und der Königsplatz. Aber auch in den Stadtteilen gibt es Stationen, die sehr beliebt sind“, sagt Hoffmann. Dort sorgen die Mitarbeitenden dafür, dass stets genügend swabis für die nächste Fahrt bereitstehen. 

Mitarbeiter der Diakonie beim Akku-Tausch der swabis
Seit Kurzem setzen die Diakonie HandwerksBetriebe einen speziellen Fahrradanhänger ein, um die Akkus der e-swabis auszutauschen

Akkutausch mit Anhänger

Seit Kurzem setzen die Diakonie HandwerksBetriebe einen speziellen Fahrradanhänger ein, um die Akkus der e-swabis auszutauschen. „Der Anhänger wird direkt an einem e-swabi befestigt. Pro Fahrt nehmen wir rund zehn geladene Akkus mit und können sie direkt vor Ort wechseln“, erklärt Alexander Hoffmann. Zwei- bis dreimal ist einer der Mitarbeitenden mit dem Anhänger im Stadtgebiet unterwegs, um leere Akkus auszutauschen und die eBikes wieder fit für die nächsten Fahrten zu machen. So können die Räder ohne lange Ausfallzeiten im Einsatz bleiben und stehen den Kundinnen und Kunden schnell wieder zur Verfügung.

Fotos: swa/Annika Heim


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