Neukunden zahlen mehr für Strom und Gas: swa führen zweiten Grundtarif ein – Bestandskunden werden geschützt

Wegen der seit Monaten massiv steigenden Großhandelspreise bei Gas und Strom haben die Stadtwerke Augsburg (swa) in beiden Sparten einen zweiten Grundversorgungstarif für Neukunden ein. Die swa schützen damit ihre Bestandskunden vor erheblichen Preissteigerungen. „Die treuen Kunden der swa bleiben in den bestehenden, günstigen Grundversorgungstarifen“, sagt swa Geschäftsführer Alfred Müllner. „Für alle Neukunden, die von anderen Energieversorgern aus ihren Verträgen gekündigt werden oder wegen Insolvenzen nicht mehr versorgt werden, müssen wir zusätzliche Mengen Strom und Gas am Markt sehr teuer zukaufen. Deshalb müssen wir dafür auch in einem eigenen Grundversorgungstarif marktgerechte Preise verlangen“, so Müllner. Die Weltmarktpreise für Gas und Strom sind seit Sommer um bis zu 400 Prozent gestiegen.

Zahlreiche Energieanbieter haben sich mit ihrer kurzfristigen Preispolitik verhoben. Wegen der massiv steigenden Marktpreise können sie die einst versprochenen Billigpreise nicht mehr halten und kündigen ihren Kunden oder müssen Insolvenz anmelden. Diese Kunden werden von den jeweils örtlichen Grundversorgern aufgefangen und weiter mit Strom oder Gas versorgt. Dazu sind die Grundversorger gesetzlich verpflichtet. In Augsburg sind das die Stadtwerke Augsburg.

Weil die swa eine langfristige Einkaufspolitik betreiben, haben sie für ihre Kunden die nötigen Energiemengen noch vor der Preisexplosion weitgehend durch günstige Verträge gesichert. „Diese langfristige Einkaufsstrategie schafft für unsere Kunden Sicherheit und garantiert ihnen jetzt vergleichsweise günstige Energiepreise“, so Müllner.

Eine gewisse Zu- und Abwanderung von Kunden sei bei der Energiebeschaffung zwar einkalkuliert, „die erheblichen Mengen, die jetzt durch die Neukunden aus Insolvenzen von Wettbewerbern zusätzlich notwendig werden, müssen auch wir kurzfristig am Markt beschaffen“, so Müllner. Und da gelten jetzt ganz andere Preise. Die swa gehen von mehreren Tausend Kunden aus, die von nicht mehr lieferwilligen oder -fähigen Wettbewerbern in die Grundversorgung der swa fallen.

Die Möglichkeit, die Preise in der Grundversorgung für alle anzuheben, sei laut Müllner nicht in Betracht gekommen. „Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden eine sichere Energieversorgung zu fairen Preisen. Auf diese Sicherheit können sie auch in schwierigen Zeiten vertrauen“, so Müllner.

Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden (kWh) Gas bezahlt als Neukunde in dem zweiten Grundtarif 19,79 Cent je kWh. Bestandskunden der swa zahlen wie bisher 7,19 Cent je kWh.

Seit Monaten kennen die Energiepreise an den Großmärkten weltweit nur eine Richtung: Steil nach oben. Gründe dafür sind eine Gemengelage aus dem Energiehunger der Weltwirtschaft im Zuge der abflauenden Coronakrise im Sommer und Herbst, ein Einbruch der regenerativen Energie durch eine Windflaute an der Nordsee und zurückliegende sonnenarme Monate, die Ukrainekrise sowie schlecht gefüllte Gasspeicher. Nachdem bundesweit immer mehr Kunden von insolventen Energieunternehmen in die Grundversorgung fallen, haben bereits viele Grundversorger zweite Grundversorgungstarife für Neukunden eingeführt.

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