Einkaufspreise und Baukonjunktur: Strom, Erdgas und Trinkwasser werden teurer

Steigende Großhandelspreise für Strom und Erdgas machen die Energiekosten auch für Verbraucher teurer. Nach drei Jahren stabiler Preise beim Strom heben die Stadtwerke Augsburg (swa) den Strompreis zum 1. Januar 2019 an. Das Gleiche gilt für den Preis für Erdgas, den die swa seit 2011 stabil gehalten und für die meisten Kunden 2017 sogar gesenkt haben. Drastisch steigende Baukosten machen sich bei den Preisen für Trinkwasser ebenfalls bemerkbar.

Waren in den vergangenen Jahren vor allem Umlagen und Abgaben für steigende Strompreise verantwortlich, so bleiben diese jetzt in Summe in etwa konstant. Allerdings ist der Einkaufspreis an den Börsen für Strom über 50 Prozent teurer als noch vor zwei Jahren. Für den Tarif in der Grundversorgung, swa Strom Basis, wird der Preis deshalb ab 1. Januar um 2,07 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde angehoben, das sind 6,3 Prozent. Für einen durchschnittlichen Augsburger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.400 Kilowattstunden bedeutet das in der Grundversorgung 4,14 Euro mehr im Monat.

In den vergangenen drei Jahren haben die swa den Strompreis anders als andere Versorger stabil gehalten, trotz steigender Abgaben und staatlicher Umlagen. Diese machen zusammen mit den Netzentgelten rund 70 Prozent des eigentlichen Strompreises aus. Nur noch rund 30 Prozent des Strom-Endpreises können von den Energieunternehmen selbst beeinflusst werden. Haben die swa die steigenden Abgaben und Umlagen in den vergangenen Jahren durch eine erfolgreiche Einkaufsstrategie mit günstigeren Einkaufspreisen ausgeglichen, so ist dies nun durch die deutlich gestiegenen Einkaufspreise nicht mehr möglich.

Ein ähnliches Bild bietet sich beim Erdgas. Nach der Preiskontinuität seit 2011 und sogar einer Senkung für die meisten Kunden des Erdgaspreises um rund vier Prozent 2017 müssen deutlich steigende Einkaufspreise und die Erhöhung einer Umlage (Bilanzierungsumlage) an die Verbraucher weitergegeben werden. Der Großhandelspreis hat sich hier um fast 20 Prozent verteuert. Die Erhöhung für den Tarif in der Grundversorgung, swa Erdgas Basis, beträgt 7,7 Prozent, das sind für einen durchschnittlichen Augsburger Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 15.000 Kilowattstunden 6,40 Euro Mehrkosten im Monat.

1.000 Liter bestes Trinkwasser für 1,86 Euro
Der Trinkwasserpreis erhöht sich ab 1. Januar um 9 Cent pro verbrauchtem Kubikmeter (1.000 Liter) und 21 Cent pro Monat im Grundpreis. Für einen Durchschnittshaushalt liegt die Erhöhung bei 3,8 Prozent. Damit fallen für eine dreiköpfige Familie mit 132 Kubikmeter Jahresverbrauch im Einfamilienhaus Mehrkosten von 1,16 Euro pro Monat an. Für einen Einpersonenhaushalt in einem Mehrfamilienhaus mit 43 Kubikmeter Jahresverbrauch beträgt die Steigerung 0,52 Euro monatlich.

1.000 Liter naturbelassenes Augsburger Trinkwasser frisch aus dem Wasserhahn kostet damit für eine Durchschnittsfamilie in einem Mehrparteienhaus rund 1,86 Euro, also nicht einmal 0,2 Cent pro Liter. Damit ist das Augsburg Trinkwasser nicht nur eines der besten Trinkwasser in Europa, sondern bleibt auch eines der preiswertesten unter den 25 größten deutschen Städten.

Grund für die Preiserhöhung beim Trinkwasser sind vor allem deutliche Baupreissteigerungen. So investieren die swa stetig in das Wassernetz und neue Brunnen, um die hervorragende Qualität des Augsburger Trinkwassers auch für kommende Generationen zu sichern.

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Jürgen Fergg
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