Arbeiten am Gaswerk liegen im Zeitplan: Bauarbeiten für Parkhaus und Fassade

Die Arbeiten am ehemaligen Gaswerk Augsburg für ein Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft laufen auf Hochtouren. Jetzt haben die Bauarbeiten für das Parkhaus begonnen und auch die Fassade am Neubau wird in Angriff genommen. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, sodass der Premiere im Theater Anfang 2019 derzeit nichts im Wege steht. Außerdem steht der zukünftige Gastronom im Ofenhaus fest: Tobias Emminger und Hanna Knop. Beide sind seit Jahren in Augsburgs Gastronomie- und Eventszene bekannt. Neben der Gastronomie & Catering Firma „Stadtjäger Augsburg“ betreiben sie eine Marketingagentur.

Das ehemalige Gaswerk Augsburg-Oberhausen wird von den Eigentümern, den Stadtwerken Augsburg (swa), zusammen mit der Stadt Augsburg zu einem Zentrum für Künstler, Theater, Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt. Im Juli und ab Ende 2018 sollen dort neben dem Theater Augsburg auch Künstler und Kulturschaffende einziehen. In weiteren Ausbaustufen entstehen außerdem Gewerbeeinheiten für Unternehmen und Start-Ups der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Das Augsburger Gaswerk von 1915 ist als historisches Ensemble weitgehend erhalten und gilt als Industriedenkmal von europäischem Rang. Seit es 2001 endgültig stillgelegt worden ist, haben die swa als Eigentümer jährlich rund 500.000 Euro nur in den Erhalt der Gebäude gesteckt. Dazu kam die Altlastensanierung, die Anfang 2016 mit der letzten und größten Maßnahme für rund 3,4 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Seitdem sind die swa dabei das Gelände für die neue Nutzung zu entwickeln.

Schauspiel und Tanztheater im Ofenhaus

In der laufenden ersten Bauphase wird für rund 23 Millionen Euro das sogenannte Ofenhaus umgebaut und erweitert. Bis Herbst 2018 entsteht in dem historischen Gebäude samt sechsstöckigem Neubau die Interimsspielstätte des Theaters Augsburg. Während der sechsjährigen Umbauzeit des Theaters am Kennedy-Platz werden dort das Schauspiel und das Tanztheater einziehen. Neben einem Theater mit Platz für 240 Zuschauer gibt es einen Ballettsaal sowie Werkstätten und Büros auf insgesamt rund 5.500 Quadratmetern.

In dem Neubau sind auf einer Etage rund 700 Quadratmeter für Künstlerateliers vorgesehen. Im Erdgeschoß im historischen Teil entsteht außerdem eine Gastronomie auf rund 650 Quadratmetern. Die Stadt Augsburg mietet die Flächen für das Theater und die Künstler von den swa und betreibt diese in Eigenregie. Unmittelbar neben dem Ofenhaus wird ein Parkhaus mit rund 380 Stellplätzen gebaut.

Freie Szene, Start-Ups und Unternehmen an einem Ort

Die nächsten Bauabschnitte und Sanierungen auf dem rund 70.000 Quadratmeter großen Gelände sehen weitere Ateliers und Übungsräume für Künstler, Kreative und Musiker bis zu insgesamt 5.000 Quadratmeter vor. In weiteren Gebäuden werden Flächen für Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft angeboten. Das Spektrum reicht von Designern, Software-Entwicklern, Start-Ups oder Architekturbüros bis zu Kunsthandwerksbetrieben.

Dafür wird in den kommenden Jahren auch eine ganze Reihe neuer Gebäude auf dem Areal entstehen. Schließlich geht es für die Stadtwerke darum, ein Zentrum zu schaffen, an dem sich Kreative und freie Kultur mit dem Theater Augsburg, mit etablierten Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie jungen Star-Ups an einem Ort vernetzen und gegenseitig bereichern können.

So wollen die swa das Gelände Schritt für Schritt entwickeln, langfristig interessant für Kunst-, Kulturschaffende und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft machen und für die Bürger öffnen. Ein Musik-Club könnte sich dabei ebenfalls auf dem Gelände ansiedeln, wie weitere Gastronomie.

Ein attraktiver Raum für alle Bürger

Mit Grünflächen und Einrichtungen für Freizeitaktivitäten soll das Gelände für alle Bürger eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen. Mit der Spielstätte für das Theater entsteht im Übrigen eine dauerhafte Bühne, die auch dann weiter genutzt werden kann, wenn das Theater nach der Renovierung in sein Stammhaus am Kennedy-Platz zurückziehen wird.

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Jürgen Fergg
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