WWK-Arena setzt grünes Zeichen – CO2-neutral dank den swa

Die WWK-Arena ist eines der wenigen CO2-neutralen Stadien weltweit. Dafür wurde ein eigenes Energiekonzept für die Arena entwickelt und umgesetzt.

Bereits seit 2011 kann sich das Augsburger Fußballstadion als „grün“ bezeichnen. Zum Heizen und Kühlen der Arena werden ausschließlich erneuerbare Energien und Bio-Energie aus nachwachsenden Rohstoffen genutzt. Grund dafür: Das Stadion wird mit Strom aus regenerativen Energien und mit einer mit Bio-Erdgas betriebenen Gas-Brennwertkesselanlage sowie einem Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt. Das Energiekonzept wurde von den Lechwerken (LEW) in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Augsburg (swa) entwickelt. Der Strom, der vom BHKW erzeugt wird, wird direkt für den Eigenverbrauch des Stadions genutzt.

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Einsparung von über 700 Tonnen CO2

Das zentrale Element für die stadioneigene Heiz- und Kühlanlage sind zwei Grundwasserwärmepumpen. Auch zwei Brunnen westlich des Stadions spielen eine entscheidende Rolle. Rund 200.000 Liter Wasser pro Stunde können aus ihnen durch die entsprechenden Rohre der Wärmepumpe transportiert werden. Hier wird dem Wasser Wärme entzogen und das setzt Energie frei. Durch die entstandene Energie können 12.000 Liter Wasser in einem Heizungsspeicher auf bis zu 60 Grad erhitzt werden. Das reicht aus, um das gesamte Fußballstadion zu beheizen: VIP- und Logentrakt, Umkleidekabinen sowie die Büros. Sogar für die Rasenheizung reicht es. Und das Gute: Das Wasser wird nicht verschwendet, sondern wird danach wieder in den Grundwasserstrom zurückgeführt. Nur eben ein paar Grad kälter. Im Sommer wird das rund 10 Grad kalte Wasser aus den Brunnen für die Kühlung der Gebäude eingesetzt. Mit diesem Energiekonzept werden pro Jahr über 700 Tonnen CO2 in der Erzeugung eingespart.

Optimierung schafft noch mehr Leistung

Um die Versorgungsleistung noch weiter zu erhöhen, haben die swa in Kooperation mit den LEW Anfang 2019 an der Optimierung der Anlage gearbeitet. Eine höhere Leistung war nötig, um den neuen Verwaltungsbau des FCA (Fertigstellung 2018) mit genügend Energie zu versorgen. Dafür wurden ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) und ein weiterer Spitzenlast-Gaskessel mit einer Wärmeleistung von 700 kW gebaut. „Sollten die Wärmepumpen einmal gewartet werden müssen, oder fallen sie aus einem anderen Grund aus, so haben wir mit dem Bau des neuen BHKWs und dem zusätzlichen Spitzenlast-Gaskessel eine Ausfallsicherung geschaffen“, so Hermann Egger, Leiter Anlagenentwicklung bei den swa und Projektleiter des Umbaus in der WWK-Arena. Außerdem wurde die Steuerung der Heizung erweitert und modernisiert, um auch weiterhin ökologisch und nachhaltig die Energie für die WWK-Arena bereitzustellen.

Fotos: Bernd Jaufmann, Zehntausendgrad

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