Warum sperrt der Fahrer mich ein?

Immer wieder bekommen die Mitarbeiter der Stadtwerken Augsburg die Frage zu hören, warum die Straßenbahn- und Busfahrer die Türen eigentlich nicht auch einfach mal außerhalb der Haltestellen öffnen könnten. Dafür gibt es einen wichtigen Grund.

In Augsburg kommt man mit Straßenbahn und Bus der Stadtwerke Augsburg (swa) sehr sicher von A nach B. Zudem haben die öffentlichen Verkehrsmittel den Vorteil, dass sie schnell und meist ohne Umwege ihr Ziel erreichen. Das Straßenbahn- und Busnetz der swa wurde so konzipiert, dass im Normalfall möglichst jeder Bewohner Augsburgs eine Haltestelle ohne größere Laufwege erreichen kann – und vor allem, dass jeder Fahrgast sicher ein- und aussteigen kann.

Hier rechnet man mit Fußgängern

Vor allem der Sicherheitsaspekt ist den swa sehr wichtig und kann an Haltestellen auch so gut wie möglich gehalten werden. Denn Verkehrsteilnehmer wie Auto- und Radfahrer rechnen damit, dass an Haltestellen ein verstärktes Aufkommen von Fußgängern zu erwarten ist – ganz besonders, wenn eine Straßenbahn oder ein Bus im Haltestellenbereich steht. Entsprechend vorsichtiges Verhalten der übrigen Verkehrsteilnehmer ist für den Bereich von Haltestellen gesetzlich vorgeschrieben. Glücklicherweise wird dem auch von den allermeisten Teilnehmern sehr umsichtig nachgekommen.

Lebensgefahr für außerplanmäßiges Aussteigen

Im Gegenzug verlassen sich die Autofahrer aber auch darauf, dass außerhalb eines Haltestellenbereichs keine Fahrgäste ein- oder aussteigen. Gerade bei Straßenbahntrassen, die in der Straßenmitte liegen, müssten die Fahrgäste auf beiden Seiten die Fahrbahn kreuzen – das wäre schlichtweg lebensgefährlich für alle Beteiligten. Die Sicherheit ist hier deshalb der wichtigste Punkt, warum Straßenbahnfahrer ihre Türen nicht außerhalb der Haltestellen öffnen. Natürlich gibt es auch noch andere Gründe: Beispielsweise muss jeder Fahrer versuchen, die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit möglichst hoch zu halten, damit der Fahrplan eingehalten werden kann. Wer zwischen den geplanten Haltestellen stoppen würde, um einzelne Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen, würde die Reisezeit aller anderen Fahrgäste um etliche Minuten verlängern. Damit wäre niemanden geholfen.

Somit wäre geklärt: die Bus- und Straßenbahnfahrer der swa sperren ihre Fahrgäste nicht ein. Ganz im Gegenteil: sie sorgen dafür, dass jeder Fahrgast unbeschadet sein Ziel erreichen kann.

Foto: swa / Thomas Hosemann

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