Mythos hartes Wasser

Hartes Wasser verkalkt die Arterien und mit weichem Wasser schmeckt sowieso alles besser. Aber ist das wirklich so? Wir gehen den Mythen auf den Grund.

Hartes Wasser ist ungesünder als weiches. Dieser Irrglauben hält sich hartnäckig. Denn eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall: Hartes Wasser enthält mehr Magnesium und Kalzium als weiches. Zwei Mineralien, die unser Körper dringend braucht. Warum wird das Wasser eigentlich hart? Doch wie wird das Wasser eigentlich hart? Das hängt mit den verschiedenen Gesteinsschichten zusammen, durch die das Regenwasser auf seinem Weg durch den Boden sickert. Diese variieren von Region zu Region. Die einen Steine haben mehr, die anderen weniger Mineralien, die sie an das Wasser abgeben. Das Augsburger Trinkwasser wird im Wesentlichen aus dem Stadtwald und der Fohlenau gewonnen. Eiszeitlicher Kalkschotter, wie er hier im Untergrund verborgen liegt, sorgt für eine ausgewogene und gesunde Menge Magnesium und Kalzium.

Hartes Wasser verkalkt die Arterien nicht

Eine Lüge hält sich hartnackig: Angeblich verkalkt zu hartes Wasser mit der Zeit die Arterien. Sogar für Demenz und Alzheimer wird der Genuss von zu hartem Wasser verantwortlich gemacht. Das ist schlichtweg falsch. Egal, wie kalkhaltig das Wasser aus dem Hahn ist, es hat keinerlei negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Im Gegenteil: Kalzium und Magnesium kann der Körper nicht selbst bilden. Sie müssen durch die Nahrung zugeführt werden. Beide Mineralien braucht der Körper, damit die Muskeln richtig funktionieren können – Sportler wissen das. Kalzium sorgt dafür, dass sich die Muskeln zusammenziehen. Magnesium hingegen entspannt sie wieder. Und keine Sorge: ein gesunder Mensch kann nicht zu viel dieser Mineralien aufnehmen. Überschüssiges Kalzium und Magnesium scheidet unser Körper restlos aus. Eine Beeinträchtigung der Gesundheit ist keinesfalls möglich, auch wenn zu viele Mineralien aufgenommen werden.

Härtegrad: nur für Spül- und Waschmaschinen ein Thema

Während der Härtegrad des Wassers also keinerlei Einfluss auf die Gesundheit hat, ist er allerdings für Haushaltsgeräte von Relevanz. Etwa für die korrekte Ersteinstellung der Geschirrspülmaschine: denn so kann diese das Spülmaschinen salz richtig dosieren und so für optimale Spülergebnisse sorgen. Oder bei der richtigen Dosierung des Waschmittels. Auf der Packung steht, wie viel man beim jeweiligen Härtegrad braucht. Das Augsburger Wasser hat den Härtegrad „Mittel“. Wer eine kleine Erinnerungshilfe braucht, kann sich in den swa Kundencentern am Hohen Weg 1 und am Königsplatz einen kostenlosen Wasserhärteaufkleber holen.

Foto: swa / Bernd Jaufmann

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