Energie für den Plärrer

„Wollt ihr noch schneller?“ Florian Diebold, der Chef des Autoscooters auf dem Plärrer, hatte die Frage noch gar nicht zu Ende stellen können, da riefen 20 aufgeregte swa KAROkids schon im Chor „Jaaaa!“. Im Rahmen einer exklusiven Führung für die Mitglieder des Kinderclubs fegten die Jungs und Mädels in den Fahrzeugen über die stählerne Fläche. Passend zu den dicken Flocken, die an diesem kalten Tag Mitte April vom Himmel schneiten, tönt „Last Christmas“ (engl.: letzte Weihnachten) aus den Lautsprechern des Autoscooters – das hört man auch nicht oft in den Osterferien.


Das ist genauso selten wie die besonderen Einblicke für die swa KAROkids an diesem Plärrer-Tag. Denn bevor es zur rasanten Fahrt ging, durften sie Florian Diebold mit Fragen löchern. Der erklärte, wie viel Arbeit schon vor dem Plärrer auf sein Team beim Aufbau zukommt und vor allem, welche Rolle Strom bei seinem Fahrgeschäft spielt. Denn ohne Energie geht bei ihm, wie bei den meisten anderen auf dem großen Volksfest, gar nichts. Keines der energiesparenden LED-Lämpchen würde leuchten und, vor allem, keines der Autos fahren.


Denn nur, so erklärt Florian Diebold, „ein geschlossener Stromkreis“ sorgt für Bewegung beim Autoscooter. Doch was ist das? Und wie kommt der zustande? Um das zu verstehen, recken die swa KAROkids zunächst ihre Köpfe in die Höhe. Oben, an der Decke, ist ein feines Netz aus Metall gespannt, durch das der Strom fließen kann. Die einzelnen Autos sind mit dieser Netzdecke durch einen Metallstab verbunden, der am oberen Ende gebogen und biegsam ist. Hier fließt der Strom rein. Geschlossen wird der Stromkreis dann durch zwei Bürsten aus Metall an der Unterseite des Fahrzeugs. Wie die genau aussehen, davon können sich die swa KAROkids selbst überzeugen, denn Herr Diebold hat für seine Besucher eines der Fahrzeuge auf die Seite gelegt. Dort sieht man dann auch, dass ein Autoscooter keine vier Räder hat, wie die Autos, die auf der Straße fahren, sondern drei: zwei hinten und eines vorne. Das Vorderrad wird von einem Motor angetrieben. Das Besondere: Das Rad dreht sich in alle Richtungen. So kann man, wenn man nur kräftig genug lenkt, rückwärts fahren.

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Den Strom für seinen Autoscooter bekommt Florian Diebold gleich von gegenüber. Denn hier steht die Trafostation, das „Herzstück“ des Plärrers. Herr Werner  Scherer von den Stadtwerken Augsburg öffnete für die swa KAROkids die Türen, die den Besuchern des Volksfestes normalerweise verschlossen bleiben. Eine sogenannte Trafostation verarbeitet den Strom so, dass Fahrgeschäfte, Imbissbuden und die Festzelte ihn nutzen können. Denn der kommt zum Plärrer aus dem großen Stromnetz mit viel Spannung, um genau zu sein: mit rund 10.000 Volt. Aber aus der Streckdose saugen die angeschlossenen Geräte und Maschinen jeweils nur noch rund 230 bis 400 Volt. Rund 1.000 solcher „Trafos“ sind über das Augsburger Stadtgebiet verteilt, damit auch alle Haushalte zuverlässig versorgt werden. Damit es zu keinen Ausfällen kommt, prüfen und warten Herr Werner  Scherer und seine Stadtwerke-Kollegen die Trafo-Häuschen regelmäßig.


Mehr als die Hälfte des Stroms, der in der Trafostation bereitgestellt wird, reicht zur Versorgung des Plärrers, wenn alles seinen normalen Gang geht. Der Rest ist Reserve, wenn mal für kurze Zeit so richtig viel Energie benötigt wird. Zur Sicherheit, gibt es zusätzlich noch zwei „Einspeisestationen“ außerhalb des Festgeländes. Von dort werden die Stromverbraucher auf dem Plärrer mit Energie „gefüttert“. So ist sichergestellt, dass die bunten Lichter niemals ausgehen.

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