Ein Zuhause für Bedürftige

Die Fuggerei feiert ihren 500. Geburtstag. Ganz so lang sind die swa zwar noch nicht an ihrer Seite – aber sie sorgen für historisches Licht und umweltfreundliche Wärme.

Sie ist ein lebendiges Stück Geschichte mitten in der Stadt: die Fuggerei. Am 23. August 2021 feierte sie ihren 500. Geburtstag. An diesem Tag im Jahr 1521 unterzeichnete Jakob Fugger die Stiftungsurkunde der ­Fuggerei. Er wollte Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, eine Heimat bieten. Ihnen unter die Arme greifen, um wieder auf die Beine zu kommen.

Für die Ewigkeit gemacht

Bis heute achtet die Familie Fugger darauf, dass der Stiftungswille ihres Vorfahren gewahrt und am Leben bleibt. Denn in der Urkunde steht: Die Fuggerei soll auf ewig bestehen. „Das schafft man nur, wenn man den Nachhaltigkeits­gedanken lebt“, weiß Wolf-Dietrich Graf von Hundt, Administrator der Fuggerschen Stiftungen. „Nachhaltigkeit bedeutet in der Fuggerei beispielsweise, nachhaltige und langlebige Materialien zu verwenden. Dinge zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen“, betont Graf von Hundt. „Die Familie Fugger hätte die Fuggerei nach der Bombennacht im Februar 1944 auch aufgeben können. Doch sie war, so wollte es Jakob Fugger, für die Ewigkeit bestimmt. Also haben sie diese neu, sogar größer, wieder aufgebaut“, weiß Graf von Hundt.

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Dass Altes möglichst erhalten wird, zeigt sich beispielsweise auch bei der einmaligen Beleuchtung der Fuggerei. Wer mal das Glück hat, die älteste Sozialsiedlung der Welt in der Dunkelheit zu erleben, der versteht, was gemeint ist. Sechs historische Gaslaternen, sie sind rund 150 Jahre alt, leuchten den Bewohner*innen den Weg. Für die Versorgung der Laternen mit dem sogenannten Stadtgas Mitte des 19. Jahrhunderts war die Gasfabrik vor dem Jakobertor, die 1848 fertiggestellt wurde, zuständig. Heute übernehmen die swa die Wartung. „Die swa kümmern sich um die Versorgung mit Gas sowie die Instandhaltung der historischen Leuchten“, berichtet Graf von Hundt. „Uns liegt es am Herzen, die Gaslaternen in der Fuggerei zu erhalten, denn ihr Licht ist wirklich sehr besonders“, schwärmt er. „Die Fuggerei nimmt ihre Besucher*innen mit in eine vergangene Zeit. Im Licht der Gaslaternen wirkt die Atmosphäre noch einzigartiger.“

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Wärme aus den eigenen Wäldern

Nachhaltigkeit spielt nicht nur beim Bewahren von Einzigartigem eine wichtige Rolle. Nachhaltig ist auch die Wärmeversorgung in der Fuggerei. Die historische Sozialsiedlung ist an das Fernwärmenetz der swa angeschlossen und heizt damit umweltschonend. Denn Fernwärme entsteht unter anderem im Biomasse-Heizkraftwerk der swa in Lechhausen. Diese wird auch aus den Holzresten gewonnen, die in den Wäldern der Fuggerei anfallen.

Saubere Fernwärme

Nicht nur die Fuggerei wird mit nachhaltiger Fernwärme versorgt. Nach und nach werden immer mehr Augsburger Haushalte an das Netz der swa angeschlossen. Aktuell etwa das Anna-Gymnasium in der Schertlinstraße. Auch in Lechhausen, in der Hammerschmiede, im Univiertel, in der Innenstadt und in Oberhausen wird das Fernwärmenetz weiter ausgebaut. So heizen nach und nach immer mehr ­Augsburger*innen gemeinsam umweltschonend. Alle Informationen zum Thema Fernwärme der swa lesen Sie hier.

Fotos: swa / Bernd Jaufmann
swa / Thomas Hosemann

 

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