Ein Stück Siebentischwald auf dem Gaswerksgelände

Auf dem Gaswerksareal entstehen Blühwiesen mit Blumen aus dem Siebentischwald. Sie sollen in Zukunft Lebensraum für zahlreiche Tiere bieten.

Das Gaswerksgelände wird bunt. Nicht nur Künstler und Kulturschaffende sorgen dafür. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Augsburg gestalten die Stadtwerke Augsburg (swa) eine große Fläche mit Blühwiesen. Das Saatgut dafür kommt direkt aus dem Siebentischwald. Die Blühwiese wird in Zukunft vielen Insekten zur Nahrungssuche dienen. „Mit diesem Projekt unterstützen wir die biologische Vielfalt“, so swa Geschäftsführer Alfred Müllner. „Unter anderem werden Hummeln, Schmetterlinge, Käfer oder Wildbienen von der Blühwiese profitieren“, so der Geschäftsführer vom Landschaftspflegeverband Augsburg, Nicolas Liebig. Neben Insekten finden hier auch Feldhasen, Turm- und Wanderfalken oder Kohlmeisen einen Rückzugsort.

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Neben dem Ansäen von Wildblumen werden Häufen aus Totholz und Lehm angelegt, um den Insekten auch einen Lebensraum zu bieten. Ebenso wichtig seien die Bäume für Insekten, wie Liebig beschreibt. „Die swa haben sich bei der Entscheidung zur Umnutzung des Gaswerksgeländes zur Kulturstätte für den Erhalt der Bäume auf den Streuobstwiesen eingesetzt. Das ist sehr vorbildlich, denn hier wird Umweltschutz gelebt“, lobt Liebig.

Magerwiesen entstehen

Bisher befand sich auf dem Gaswerksgelände bei den Streuobstwiesen eine sogenannte Fettwiese. Das heißt, die Pflanzen hatten viele Nährstoffe im Boden. Das wiederum bedeutete aber, dass sich nur konkurrenzstarke Pflanzenarten auf der Wiese befanden. Somit sank der Artenreichtum. Deshalb soll eine Magerwiese entstehen, um eine große Blütenvielfalt zu erhalten.

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„Der Landschaftspflegeverband Augsburg ist bereits seit vielen Jahren ein guter Kooperationspartner in Sachen Naturschutz“, so swa Geschäftsführer Alfred Müllner. „Wir freuen uns, dass wir nun zusammen ein weiteres Projekt umsetzen können und etwas für den Umweltschutz tun können“, so Müllner weiter.

Das Gaswerksgelände wird seit 2018 zum Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft umgebaut und soll außerdem ein Aufenthaltsort zur Erholung für die Augsburger werden. Mittlerweile befinden sich zahlreiche Künstler, das Restaurant im Ofenhaus und das Staatstheater Augsburg mit der Brechtbühne auf dem Gaswerksgelände. In diesem Jahr sollen auch die ersten Startups einziehen. Im vergangenen Jahr feierte zudem das Modular Festival vom Stadtjugendring Augsburg seine Premiere auf dem Gaswerksgelände.

Fotos: swa / Thomas Hosemann

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