Das Rohrnetz – die Trinkwasseradern

Der Weg des Wassers in den Hahn


Vom Rohrnetz der swa zeugen an der Oberfläche nur einige Straßenkappen. Dabei verbirgt sich unter der Erde einiges an Technik auf rund 1.000 Kilometern Länge. Da sind zunächst die Hauptleitungen, durch die das Wasser von den Wasserwerken und Übergabestationen in das Netz gepumpt wird – mit mind. 3,5 bar. Diese Leitungen haben einen Durchmesser von 400 bis 1.000 Millimeter. In den einzelnen Straßen fließt dann das Wasser durch Verteilerleitungen mit 80 bis 400 Millimeter Durchmesser bis zu den Hausanschlüssen und dann in Küche, Badewanne und Waschbecken.

 

 


Mineralien im Rohr


Die Leitungen des Rohrnetzes bestehen heute fast ausschließlich aus Gusseisen sowie Stahl. Zum Schutz vor Beschädigungen und Korrosion von außen sind die Rohre in Sand gebettet und mit Kunststoff ummantelt. Im Inneren sind sie mit einer Zementmörtelschicht ausgekleidet, die zum einen Rostschutz garantiert, zum anderen sichert diese Schicht die Qualität des Trinkwassers – denn auch im Rohrnetz kommt es nur mit rein mineralischen Stoffen in Berührung. Die zahlreichen Ober- und Unterflurhydranten dienen der Leitungsspülung, der Entlüftung und auch dem Feuerschutz.
1.000 Kilometer Rohre, etwa 43.000 Hausanschlüsse und über 47.000 Kundenanlagen pflegen, warten und ständig erweitern – das bedeutet einen hohen Aufwand an Arbeitskraft, Technik und Geld: Zwei Drittel aller Ausgaben der Trinkwasserversorgung werden für das Netz aufgewendet.


Der richtige Druck für jede Lage


Um in den unterschiedlich hoch gelegenen Bereichen des Netzes den Druck möglichst gleichmäßig zu halten, wurden mehrere Druckzonen eingerichtet. Druckerhöhungsanlagen (Pumpwerke) verstärken den Druck für hochgelegene Zonen, Druckminderungsventile begrenzen ihn in tieferen Lagen.
Das Augsburger Trinkwasser fließt auch außerhalb der Stadt
Das Trinkwasserversorgungsnetz erstreckt sich über das Stadtgebiet Augsburg, die Stadt Neusäß (mit Ausnahme von Hammel, Ottmarshausen und Täfertingen), die Stadt Stadtbergen sowie Friedberg-West. Darüber hinaus sind die Marktgemeinde Diedorf, der Friedberger Ortsteil Stätzling-Unterdorf, die Gemeinde Kissing und die Städte Gersthofen und Königsbrunn über Notverbünde mit dem Augsburger Trinkwassernetz verbunden.

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