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Trinkwasserenthärtung - ja oder nein?

Die Trinkwasserhärte wird durch den Gehalt der Mineralstoffe Calcium und Magnesium bestimmt. Das Augsburger Trinkwasser befindet sich im mittleren Härtebereich. Eine Enthärtung im privaten Bereich ist nicht notwendig.

Das Augsburger Trinkwasser wird innerhalb der weitläufigen Naturschutzgebiete „Stadtwald Augsburg" und „Lechauwald bei Unterbergen" gewonnen. Im Untergrund versteckt liegt dort der Schatz der Augsburger Trinkwassergewinnung: Eiszeitlicher Kalkschotter, der dem Augsburger Trinkwasser seinen unnachahmlichen Geschmack verleiht. Versickerndes Regenwasser wird hier gefiltert und gereinigt. Gleichzeitig nimmt es wertvolle Mineralien wie Calcium und Magnesium auf. Diese beiden Mineralstoffe sind ausschlaggebend für die Trinkwasserhärte. Doch nicht nur das. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung und haben einen wesentlichen Anteil am Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht. Sind Calcium und Magnesium in diesem Gleichgewicht nur spärlich oder gar nicht vertreten, ist das Auftreten von Korrosionsproblemen in metallischen Rohrleitungen wahrscheinlich.

Härtebereich mittel

Eine Enthärtung ist nicht notwendig

Kesselstein und Legionellen vermeiden

Der schwer lösliche Kesselstein entsteht, wenn das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht im Trinkwasser gestört wird. Das passiert, sobald die Wassertemperatur eine Grenze von 60°C überschreitet. Deshalb sollten Anlagen zur Brauchwassererhitzung exakt bei 60°C betrieben werden. Geringere Temperaturen können das Wachstum vom Legionellen fördern.

Wenn eine Enthärtung, dann mit DVGW - Prüfzeichen

Konventionelle Enthärtungsverfahren

Mit Hilfe der konventionellen Enthärtungsverfahren ist es möglich, Wasser effektiv zu enthärten. Allerdings hat jedes Verfahren auch Nachteile. Folgende Methoden sind am geläufigsten:

  • Ionenaustausch (Nachteil: Zugabe von Natrium, als Folge „Aufsalzung" des Wassers)
  • Umkehrosmose (Nachteil: Hoher Wasser- und Energieverbrauch)
  • Destillation (Nachteil: Sehr hoher Energieverbrauch)

 

Alternative Verfahren zur Verminderung von Kesselsteinbildung

Als Alternative zu konventionellen Enthärtungsanlagen sind auch Geräte erhältlich, die zur Verminderung von Kalkablagerungen bzw. der Kesselsteinbildung eingesetzt werden. Mit ihrer Hilfe sollen keine Mineralstoffe entfernt, sondern deren Struktur geändert und die Bildung von Ablagerungen vermieden oder verringert werden. Bisher konnten jedoch nur wenige Anlagen den Nachweis einer Wirksamkeit erbringen. Es sind verschiedene Systeme erhältlich:

  • Elektrochemische Systeme
    An Elektroden, deren Ladung immer wieder geändert wird, bilden sich Kalkkristalle, die später abgeschieden und ausgeschwemmt werden. Es sind einige Geräte mit DVGW-Prüfsiegel erhältlich.
  • Heterogene Katalyse („Biomineralisation")
    Auf Granulat, das als Katalysator dient, bilden sich Kalkkristalle. Diese fallen ab einer bestimmten Größe vom Granulat ab und werden ausgeschwemmt. Es gibt kaum Geräte mit DVGW-Prüfsiegel.
  • Magnet- und Elektrofeldsysteme („Physikalische Kalkwandler")
    Die Geräte arbeiten mit magnetischen, elektromagnetischen bzw. elektrischen Feldern oder elektrischen Impulsen. Mit ihrer Hilfe soll die Kalk- oder Steinbildung gänzlich vermieden oder Kristalle gebildet werden, die später ausgeschwemmt werden. Geräte mit DVGW-Prüfsiegel sind nicht erhältlich.
  • Elektrogalvanische Systeme
    Mit Opferanoden aus Metall sollen lose Kalkkristalle gebildet werden oder durch die Abgabe von Zink in das Trinkwasser die Kalk- oder Steinbildung ganz verhindert werden. Auch hier sind Geräte mit DVGW-Prüfsiegel nicht erhältlich.

Kontakt

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Ralf Asam
Telefon: 0821/6500-8736
Fax: 0821/6500-8604

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Trinkwasserhärte
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